Buendia22, Schwabach_Rathaus_Stadtkirche_3425, CC BY-SA 4.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A6.

Goldschlägerstadt Schwabach
Tourist-Information
Königsplatz 1
91126 Schwabach
tourismus@schwabach.de

09122 860-241

https://www.schwabach.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Schwabach
erstellt:
16.08.2020
aktualisiert:
23.05.2024
Wenn am Morgen die Sonne auf die beiden Türme des Rathauses in Schwabach fällt, dann glänzen die Dächer besonders schön. Heimisches Gold ist es, das hier auf den Dächern der Türme verarbeitet wurde. Genauer: Blattgold. In eigener Produktion wird in Schwabach schon seit dem 16. Jahrhundert Gold geschlagen. Da Handwerker zu der Zeit in Nürnberg keine gute Behandlung erfuhren, wanderten diese schließlich in das kleine mittelfränkische Städtchen Schwabach aus. Das Handwerk des Goldschlagens gibt es allerdings schon weit länger – schon seit über 5000 Jahren. Das Verfahren blieb dabei weitestgehend gleich, nur kamen im Laufe der Zeit Maschinen zur Hilfe. Grob erklärt: Das Gold wird geschmolzen, vermischt, abgekühlt und dann so oft geschlagen, bis es nur noch einen zehntausendstel-Millimeter dick ist. Das in Schwabach hergestellte Blattgold wird nicht nur für stadteigene Gebäude verwendet. Die Stadt hat sich im Laufe der Zeit einen internationalen Platz an der Spitze des Businesses geschaffen. Kein Wunder, waren doch im 19. Jahrhundert 70% der Stadtbevölkerung in diesem Gewerbe beschäftigt. Inzwischen trägt Schwabach den Zusatz „Goldschlägerstadt“. Dieser Name lässt sich übrigens auch auf dem wohl kleinsten Einwohner des fränkischen Ortes ablesen. In Zusammenarbeit mit PLAYMOBIL gibt es seit einiger Zeit eine kleine Goldschläger-Figur. In der linken Hand ein Hammer, in der rechten eine „Quetsche“, prangt auf dessen Brust das Logo der Stadt. Mit echtem Schwabacher Blattgold ist diese Figur aber leider nicht bekleidet.

 

 

« zurück zur Startseite Reisen