p.schmelzle, Jagsthausen-goetzenburg-web, CC BY-SA 2.5
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A81.
Götzenburg Jagsthausen
Burgfestspiele Jagsthausen
Schloßstraße 17
74249 Jagsthausen
burgfestspiele@jagsthausen.de
07943 / 9123-45
https://burgfestspiele-jagsthausen.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Jagsthausen
Schloßstraße 17
74249 Jagsthausen
burgfestspiele@jagsthausen.de
07943 / 9123-45
https://burgfestspiele-jagsthausen.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Jagsthausen
erstellt:
03.07.2020
aktualisiert:
12.10.2023
Jawohl, er hat es wirklich gesagt: „Er soll mich hinden lekken“ ist ein überliefertes Zitat des „echten“ Gottfried „Götz” von Berlichingen, jenes Ritters mit der eisernen Faust, dem Goethe mit seinem gleichnamigen Drama Unsterblichkeit verliehen hat. Auf die historische Gestalt war Goethe durch die Autobiographie Berlichingens gestoßen, die 1731 in Leipzig erschienen war. Es ist der Lebensbericht des Adligen Gottfried von Berlichingen, der 1480 in Jagsthausen geboren wurde. Seine Jugend verbrachte Götz auf der Wasserburg seiner Vorfahren. 1504 verlor er bei der Belagerung von Landshut die rechte Hand. Seine Karriere als Kriegsheld schien beendet, bis ein Dorfschmied ihm eine bis dahin einmalige Prothese anfertigte – eine eiserne Hand, bei der sich auf Knopfdruck die Finger schlossen. Goethe ist mit Götz’ Lebensgeschichte recht groß-zügig umgegangen. Ihm war es wichtig, eine Figur zu erschaffen, die für die bedingungslose Kritik am Absolutismus und dem kleingeistigen Bürgertum steht. „Es wird einem sauer gemacht, das bißchen Leben und Freiheit“, wettert Goethes Götz gleich zu Beginn des Stückes und mit dem Wort „Freiheit” auf den Lippen stirbt er am Ende des Dramas. Heute gilt es als typisches Beispiel für die Epoche des „Sturm und Drang“. Allein die Tatsache, dass Goethe den überlieferten Kraftausdruck in das Stück aufnahm, war in der damaligen Theaterwelt ein beispielloser Tabubruch. Jeden Sommer lassen die Jagsthausener ihren Götz am Originalschauplatz wieder auferstehen. Dann wird Goethes Drama auf der alten Wasserburg aufgeführt, die heute „Götzenburg“ heißt, und noch immer im Besitz der Familie Berlichingen ist.
« zurück zur Startseite Reisen