Dundak, BadLauchstädtTheater01, CC BY-SA 2.5



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A38 und der A143.

Goethe-Theater Bad Lauchstädt
Historische Kuranlagen & Goethe-Theater
Parkstraße 18
06246 Bad Lauchstädt
besucher@goethe-theater.com

+49 (0) 34635/ 782-16

http://www.goethe-theater-bad-lauchstaedt.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Goethe-Theater_(Bad_Lauchst%C3%A4dt)
erstellt:
12.11.2017
aktualisiert:
16.11.2023
In der Zeit von etwa 1775 bis 1810 war Bad Lauchstädt ein Modebad. Sein Mineralwasser machte den Ort rasch zu einer Touristenattraktion. Der Dresdner kursächsische Hof hatte seinen Sommersitz nach Bad Lauchstädt verlegt, in seinem Gefolge kamen weitere Adelige und das aufstrebende Bürgertum. Da Bad Lauchstädt neben seinem berühmten Mineralwassser kaum besondere Attraktionen zu bieten hatte, setzte man ganz auf die Kultur. Zunächst entstand eine „Komödienbude“, die aber wegen ihrer billigen Bausweise bald abgerissen werden musste. Das neue Theater wurde im Fachwerkstil gebaut. Hier spielte im Sommer das Weimarer Theater. Dessen „Oberdirektion“ hatte niemand anders inne als Johann Wolfgang Goethe. Die Sommeraufführungen in Bad Lauchstädt waren für das Weimarer Theater eine lohnende Angelegenheit. Mit 40 Aufführungen in Lauchstädt verdiente das Theater soviel wie mit 100 Aufführungen in Weimar. Und gespielt wurde jeweils nur das Programm des vergangenen Winters. Maximaler Gewinn also bei minimalem Aufwand. Das Problem war nur, dass das Lauchstädter Theater in einem erbärmlichen Zustand war. Es regnete auf die Bühne und die Zuschauer, jemand verglich die Bühne damals mit einem Stall. So machte sich Goethe 1797 daran, ein neues Theater für Lauchstädt zu bauen. Zwar bekam Goethe von höchster Stelle die Baugenehmigung, nur kosten sollte es bitte nichts. Goethe musste den Bau aus der Theaterkasse finanzieren, ein Sechstel der Bausumme bestritt er aus der eigenen Tasche. Am 26. Juni 1802 wurde zum ersten Mal gespielt. Der Bau ist klar in drei Teile gegliedert. Eine kleine Vorhalle für die Kasse, dann der Zuschauerraum, schließlich das Bühnenhaus. Die hölzerne Bühnenmaschine ist noch heute eine technische Meisterleistung. In nur 15 Sekunden wechselt auf offener Bühne die Kulisse.

 

 

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