NatiSythen, Apolda_Martinskirche05, CC BY-SA 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A4.
Glockenstadt Apolda
Tourist-Information Apolda
Markt 1
99510 Apolda
touristinformation@apolda.de
+49 (0) 36 44/ 65 01 00
http://www.apolda.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Apolda
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erstellt:
03.01.2017
aktualisiert:
09.11.2023
Auf dem Apoldaer Schloss soll einst ein Graf mit seiner schönen Tochter gelebt haben. Der Graf war von allen gefürchtet und gierte nach Macht. Da er außer seiner Tochter keinen Erben hatte, zog er einen verwaisten Edelknaben namens Veit auf. Veit wurde aber nicht wie sein Ziehvater, er war nett und von allen geliebt. Eines Tages suchte Apolda dann ein Unheil heim. Zwei furchterregende Lindwürmer ließen sich in der Gegend um Apolda nieder. Niemand wollte dem Grafen helfen. Nicht einmal, als er seine Tochter als Preis versprach. Veit erkannte aber seine Chance, machte sich auf den Weg und fand die Lindwürmer. Mit Hilfe der Bevölkerung konnte er die Ungeheuer besiegen. Zurück auf der Burg, wurde er zum Ritter geschlagen und erhielt die Tochter des Grafen als Braut. An diese Legende erinnert in Apolda der Lindwurm-Brunnen. Die Stadt, die ganz in der Nähe von Weimar und Jena liegt, hat aber noch zahlreiche andere Legenden und Geschichten rund um das Schloss. Kein Wunder, geht die Geschichte der Stadt doch schon 2000 Jahre zurück. Schon ab dem ersten Jahrhundert haben hier Germanen gelebt. Die Burg Apolda steht auch schon seit gut tausend Jahren. Aber Apolda ist nicht nur für sein Schloss und seine lange Stadtgeschichte bekannt. Besonders berühmt wurde die Stadt durch ihre Glockengießer-Familien ab dem 18. Jahrhundert. So hat die Stadt selber noch eine Glocke vom Begründer des Apoldaer Handwerks, Johann Christoph Rose. Aufgrund ihres einmaligen Klangs und der eindrucksvollen Verzierungen wurden die Apoldaer Glocken weltbekannt. Ca. 20.000 Glocken und Glockenspiele wurden in über 250 Jahren hergestellt. Die Fabrik, die von den Familien Rose und Ulrich geführt wurde, hatte sogar prominente Besucher. Kein geringerer als Johann Wolfgang Goethe musste in seiner Funktion als Hofrat einen Streit zwischen den Glockenbauern schlichten. Die Glockenbauer verstanden ihr Handwerk so gut, dass sie bis heute einen Weltrekord halten: Mit der St. Petersglocke im Kölner Dom haben sie nämlich die größte am geraden Joch freischwingende Glocke gebaut. Bis heute trägt Apolda den Beinamen Glockenstadt, denn von Argentinien, bis Australien, Namibia, Kanada und Japan kennt man die Glocken aus der kleinen Stadt in Thüringen.
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