Rauenstein, Hainichen,_Rathaus_und_Gellert-Denkmal, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A4.

Gellert-Stadt Hainichen
Gellert-Museum Hainichen
Oederaner Str. 10
09661 Hainichen
info@gellert-museum.de

+49 (0) 3 72 07/ 24 98

http://www.gellert-museum.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Hainichen
erstellt:
03.01.2017
aktualisiert:
15.11.2023
Der meist gelesene Autor seiner Zeit - mit diesem Titel darf sich Christian Fürchtegott Gellert schmücken. Sein Buch „Fabeln und Erzählungen“ wurde zu seiner Zeit angeblich öfter zur Hand genommen, als jedes andere Buch - die Bibel natürlich ausgenommen. Er wollte Poesie machen, die für jeden verständlich und nicht nur den Gelehrten vorbehalten ist -und hatte damit großen Erfolg. Er wurde als Autor und Literat gefeiert, hat Brieffreundschaften mit namhaften Persönlichkeiten unterhalten und an der Universität Leipzig die Professur für Moral und Beredsamkeit bekommen. Seine beliebten Vorlesungen hat sogar Goethe als Student besucht und beschrieb seine Morallehre als „Fundament der deutschen sittlichen Kultur“. Doch nach seinem Tod ist er langsam in Vergessenheit geraten. Das Gellert-Museum in seiner Geburtsstadt Hainichen erzählt vom Leben und Wirken des Fabeldichters Christian Fürchtegott Gellert und seiner beiden Brüder. Die Ausstellung „Belustigung des Verstandes und des Witzes“ lädt die Besucher dazu ein, zu schauen, hören, lesen, staunen, mitzumachen und mehr über die Veränderung der Fabeln seit der Antike zu lernen. Das Gellert-Museum ist Teil des „Entdeckerpfades“, der durch die Stadt Hainichen führt. Im Stadtpark, wo sich im Parkschlösschen das Museum befindet, kommt man vorbei an der farbenprächtigen Blumenuhr und dem Mausoleum der Familie Werner. Man kann in der „camera obscura“ die Projizierung von Live-Bildern bestaunen und im Tuchmacherhaus die Schauweberei besichtigen. Die nächste Station auf dem Weg durch Hainichen ehrt eine weitere bekannte Persönlichkeit mit einem Brunnen: Friedrich Gottlob Keller, der Erfinder des Holzschliffs, der die damalige Papierherstellung revolutionierte. Anschließend kommt man im „Goldenen Löwen“ in Versuchung, das Tanzbein zu schwingen. Der Ballsaal wartet noch auf eine Wiederbelebung, doch die aufwendigen Stuckarbeiten und Goldverzierungen an der Decke und den Balkonen zeugen noch von altem Glanz.

 

 

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