Cayambe, Hinzert_Memorial_Nazi_Concentration_Camp_01, CC BY 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A1.

Gedenkstätte KZ Hinzert
Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert
An der Gedenkstätte
54421 Hinzert-Pölert
info@gedenkstaette-hinzert-rlp.de

+49 (0) 65 86/ 99 24 93

http://www.gedenkstaette-hinzert-rlp.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/SS-Sonderlager_Hinzert
erstellt:
30.10.2016
aktualisiert:
19.10.2023
Eine täuschende Idylle umgibt das ehemalige SS-Sonderlager Hinzert. Grüne Wiesen, Bäume und in der Ferne drehen sich ein paar Windräder. Dort, wo früher die Baracken standen. Zu Beginn noch ein Erziehungslager, dann SS-Sonderlager und ab 1940 als Konzentrationslager waren hier während der Nazizeit rund 10.000 Menschen inhaftiert und mussten unter schwersten Bedingungen Zwangsarbeit leisten. Alle Aufgaben waren im Laufschritt zu erledigen, dazu noch die mangelhafte Ernährung und die Brutalität der Aufseher, das sorgte für zahlreiche Tote. Insgesamt waren es mindestens 231 Menschen, die hier starben. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs erinnerte zunächst ein "Ehrenfriedhof" an das Lager, nachdem die Baracken abgerissen wurden. Erst nach der Jahrtausendwende wurde die Gedenkstätte eingerichtet, die man heute besuchen kann. Die Ausstellung zeigt mithilfe zahlreicher Texte, Fotos, Skizzen und Erinnerungen ehemaliger Gefangener, wie es im KZ-Hinzert zugegangen ist. Man erfährt, wie der Lageralltag aussah, die Geschichten der Täter und der Opfer und bekommt einen Eindruck vom Leben, Leiden und Sterben im Lager. Eine Seite des Gebäudes ist verglast, doch mit einem Foto von damals integriert. So sieht man die schreckliche Vergangenheit in der idyllisch wirkenden Gegenwart. Neben der Ausstellung kann man die sogenannten "Stätten der Unmenschlichkeit" in der Umgebung besuchen. Diese erinnern an bestimmten Stellen mit Gedenktafeln an die Leiden der Lagerinsassen.

 

 

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