Mediatus, Buchenwald_–_letzte_erhaltene_Lagerbaracke, CC BY-SA 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A4.
Gedenkstätte Buchenwald
Gedenkstätte Buchenwald
99427 Weimar-Buchenwald
sekretariat@buchenwald.de
+49 (0) 36 43/43 00
http://www.buchenwald.de
https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Buchenwald
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erstellt:
03.01.2017
aktualisiert:
09.11.2023
Wie nah Grausamkeit und Genialität beieinander liegen – das zeigt Buchenwald. Denn Buchenwald gehört zu Weimar, liegt nur wenige Kilometer außerhalb der Stadt auf dem Ettersberg. Weimar ist die Stadt von Goethe, Herder und Schiller. Fast direkt daneben ein Konzentrationslager in dem zwischen 1937 und 1945 eine Viertelmillion Menschen inhaftiert waren und 56.000 Menschen grausam starben. Wie geht das zusammen? Weimar gehörte zu den Hochburgen des Nationalsozialismus. Schon 1926 fand hier der Reichsparteitag der NSDAP statt. Im Januar 1932 führte man in Weimar Mussolinis Theatermachwerk „Hundert Tage“ auf. Als Hitler 1933 an die Macht kam, war Weimar bereit. Als 1937 ein Ort gesucht wurde, in dessen Nähe man ein Konzentrationslager bauen konnte, legte die SS besonderen Wert auf die Akzeptanz der Bevölkerung und die Kooperation zwischen Stadt- und Lagerverwaltung. Weimar war geradezu ideal. Die Gefangenen kamen lange Zeit auf dem Weimarer Bahnhof an und wurden von dort durch die Stadt nach Buchenwald geschafft. Lange wurden die Leichen aus dem Lager im Weimarer Krematorium verbrannt, bis dessen Kapazitäten nicht mehr ausreichten. Sogar Friedrich Schillers Schreibtisch stand über Monate im Lager, weil die Häftlinge eine Kopie für das Schillerhaus bauen mussten. Im Krieg sollte das Original bombensicher versteckt werden. Nach 1945 hat sich die Stadt Weimar bemüht, die Verbindung zwischen Weimar und Buchenwald zu kappen. Aus Weimar-Buchenwald wurde Buchenwald. Genaueres zur Geschichte des Konzentrationslagers erfährt man in der heutigen Gedenkstätte - nur wenige Kilometer außerhalb von Weimar.
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