GedenkstätteBautzen, Gedenkstätte_Bautzen, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A4.

Gedenkstätte Bautzen
Gedenkstätte Bautzen
Weigangstraße 8a
02625 Bautzen
info.bautzen@stsg.smwk.sachsen.de

+49 (0) 35 91/ 40 47 4

https://www.stsg.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Gedenkst%C3%A4tte_Bautzen
erstellt:
04.01.2017
aktualisiert:
15.11.2023
Ernst Thälmann, Walter Kempowski und Erich Loest sind nur drei von tausenden Männern, die aus politischen Gründen im Gefängnis in Bautzen saßen. Seit 1904 gibt es in Bautzen ein Gefängnis, von 1906 bis 1992 waren es sogar zwei. Weil sowohl die Nationalsozialisten als auch die Militäradministration der Sowjetischen Besatzungsszone nach dem Zweiten Weltkrieg und später das Ministerium für Staatssicherheit der DDR hier ihre politischen Gegner inhaftierte, ist der Städtenamen „Bautzen“ eng mit dem Wort „Gefängnis“ verbunden. Noch heute hat die sächsische Kleinstadt eine Justizvollzugsanstalt mit über 400 Häftlingen. Im 1992 geschlossenen Gefängnis „Bautzen II“ befindet sich seit 1993 die „Gedenkstätte Bautzen“. Sie beherbergt die Stiftung „Sächsische Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer politischer Gewaltherrschaft“. Die Gedenkstätte dokumentiert in einer Dauerausstellung die Leiden der Opfer in „Bautzen I“ und „Bautzen II“ und zeigt die historischen Zusammenhänge der verschiedenen politischen Systeme auf. Damit zeigt sie die Geschichte von zwei sehr unterschiedlichen Haftanstalten in drei verschiedenen Perioden politischer Verfolgung – der nationalsozialistischen Diktatur, der Zeit der sowjetischen Besatzungsmacht und der SED-Diktatur. In drei Ausstellungsräumen werden die einzelnen Verfolgungsperioden aufgearbeitet. Darüber hinaus können Besucher und Besucherinnen original erhaltene Arrestzellen, den Isolationstrakt und die Freiganghöfe der Haftanstalt „Bautzen II“ besichtigen.

 

 

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