Michael Vogt, Weißenhorn_-_Hauptplatz, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A7.

Fuggerstadt Weißenhorn
Stadt Weißenhorn
Schlossplatz 1
89264 Weißenhorn
info@weissenhorn.de

+49 (0) 73 09/ 84 0

http://www.weissenhorn.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fenhorn
erstellt:
09.03.2017
aktualisiert:
16.10.2023
Natürlich denkt man beim Städtebeinamen „Fuggerstadt“ zunächst an Augsburg. Aber es gibt noch eine zweite Fuggerstadt, und zwar Weißenhorn, die älteste Stadt im Landkreis Neu-Ulm. Bereits im Jahr 1160 wurde hier eine Burgsiedlung mit dem Namen „Wizzenhorn“ urkundlich erwähnt. Die Siedlung erhielt recht schnell das Stadtrecht und weitere Privilegien, als ein Zweig der Familie von Neuffen beschloss, sich hier niederzulassen. Allerdings starb im Jahr 1342 mit Berthold von Neuffen der letzte Vertreter des Adelsgeschlechts – und Weißenhorn erlebte in den folgenden 150 Jahren unruhige Zeiten. Durch Verpfändungen und Erbfolgekriege wanderte das Städtchen von einem Herrschaftsbereich zum nächsten. Erst im Jahr 1507 kehrte Ruhe ein: König Maximilian I. übertrug den Herrschaftskomplex Kirchberg-Weißenhorn an den Augsburger Bürger Jakob Fugger, seinerzeit einer der bedeutendsten Kaufherren, Montanunternehmer und Bankiers Europas. Jakob Fugger, genannt „der Reiche“ und Begründer des Zweiges „Fugger von der Lilie“, der noch heute den Ruhm der Familie prägt, erkannte schon früh das finanzielle und machtpolitische Potential des späteren Kaisers Maximilian und nutzte dessen Verschwendungssucht, um sich innerhalb weniger Jahre für den Kaiser unentbehrlich zu machen. Unentbehrlich waren die Fugger über Jahrhunderte auch für Weißenhorn, das unter ihnen zu einer blühenden Handelsstadt wurde und eine bedeutende Barchent-Weberei hatte. Barchent ist ein sehr schwerer Stoff aus Schafswolle, der später von der leichteren Baumwolle ersetzt wurde und heute nur noch selten Verwendung findet.

 

 

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