Siggi Müller. Serre at de.wikipedia, Fuggerschloß, CC BY-SA 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A7 und der A96.
Fuggerschloss Babenhausen
Fuggermuseum Im Schloss
Schloss
87727 Babenhausen
babenhausen@fugger.com
08333/9209-26
https://www.museen-in-bayern.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Fuggerschloss_Babenhausen
Schloss
87727 Babenhausen
babenhausen@fugger.com
08333/9209-26
https://www.museen-in-bayern.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Fuggerschloss_Babenhausen
erstellt:
09.03.2017
aktualisiert:
16.10.2023
„Da brat mir doch einer einen Storch!“, mag manch einer denken, wenn er nach Babenhausen kommt und dort zum ersten Mal die imposanten Giebel und Türme des Fugger-Schlosses sieht. Nun wissen wir zwar nicht, wie gebratener Storch schmeckt – so genau wollen wir es auch gar nicht wissen –, aber wir haben erfahren, dass sich ein Storchenpaar auf dem Dach des Schlosses ein Nest gebaut hat. Von dort oben haben die Vögel die beste Aussicht auf den stattlichen Schlosskomplex, zu dem auch ein großer Garten sowie mehrere Wirtschafts- und Verwaltungsgebäude gehören und der baulich mit der St. Andreaskirche verbunden ist. Das Schloss selbst war ursprünglich eine Burg, die im Jahr 1237 erstmals urkundlich erwähnt wurde und für längere Zeit dem schwäbischen Adelsgeschlecht derer von Rechberg gehörte. Als Fuggerschloss wird es bezeichnet, seitdem im Jahr 1538 der Augsburger Kaufmann Anton Fugger die Lehnsherrschaft über Babenhausen erwarb. Der auch als Fürst der Kaufleute bekannte Fugger kaufte das Schloss „nit mit einer geringen Summa Gelts“ wie es in einer alten Chronik heißt und ließ es in den Folgejahren vom Augsburger Baumeisters Quirin Knoll grundlegend rennovieren. Seine heutige einheitliche Form mit den leicht gotischen Anklängen erhielt der Bau nach Umgestaltungen im Jahr 1848. Ein Teil des Schlosses ist heute öffentlich zugänglich und beherbergt das Fugger-Museum. Dieses wurde von Fürst Leopold im 19. Jahrhundert in Augsburg gegründet und befindet sich seit 1955 in Babenhausen. Hier können sich Besucher über die Geschichte der Adels- und Kaufmannsfamilie informieren und in zwölf Räumen Kunstgewerbe, wertvolles Porzellan, Elfenbeinschnitzereien, Goldschmiedekunst, Münzen und Medaillen bestaunen. Und wer zur richtigen Jahreszeit anreist, wird – wenn er Glück hat – vielleicht sogar von den Störchen auf dem Schlossdach begrüßt.
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