Hajotthu, Augsburg_Fuggerei_Eingang_220326, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A8.

Fuggerei Augsburg
Fuggerei
Jakoberstraße 26
86152 Augsburg
info@fugger.de

0821 319 881-14

https://www.fugger.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Fuggerei
erstellt:
31.03.2017
aktualisiert:
17.01.2023
Efeubewachsene Gebäude, Bronzebrunnen, eine eigene Kirche und grüne Fensterläden auf ockergelben Mauerwerk. In der Fuggerei gibt es 500 Jahre alte Idylle zu bestaunen, wobei ausnahmsweise nicht Reiche und Betuchte, sondern Geringverdiener hier leben. Die Sozialsiedlung wurde bereits 1521 eingeweiht und ist somit die Älteste erhaltene der Welt. 67 Häuser, 142 Wohnungen zählt das Sozialdorf. Ein Ausflug in diese „Stadt in der Stadt“ bringt einem die Geschichte von Jahrhunderten näher. Gestiftet wurde sie von einem Nachkömmling der kaufmännischen Fuggerdynastie, Jakob Fugger. Damals bewohnten vor allem christliche Tagelöhner und Handwerker mit ihren Familien die Siedlung. Nach dem zweiten Weltkrieg baute man die Fuggerei nach historischem Vorbild wieder auf. Außerdem kamen noch spezielle Wohneinheiten für hinterbliebene Ehefrauen von gefallenen Soldaten hinzu. Heute wird die Fuggerei von bedürftigen Augsburgern bewohnt, wobei Familienstand, Herkunft und Alter nicht ausschlaggebend sind. Wichtige Bedingung ist allerdings drei mal tägliches Beten. Vaterunser, Glaubensbekenntnis und Ave Maria sind Verpflichtung für Fuggereibewohner. An der Miete hat sich auch in den letzten 500 Jahren fast nichts geändert. Noch immer beträgt sie einen Rheinischen Gulden, also heute etwa 0,88 Cent . Ein absolut sehenswertes lebendiges Sozialprojekt mit Museum, Schauwohnungen, Weltkriegsbunker und gratis Zeitreise vom sechzehnten Jahrhundert bis in das Heutige. April bis September täglich von 8 bis 20 Uhr und Oktober bis März von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

 

 

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