SchiDD, Festspielhaus-Hellerau1, CC BY-SA 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A13.
Festspielhaus Hellerau
Festspielhaus Hellerau
Karl-Liebknecht-Straße 56
01109 Dresden
0351 264620
https://www.hellerau.org/de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Festspielhaus_Hellerau
Karl-Liebknecht-Straße 56
01109 Dresden
0351 264620
https://www.hellerau.org/de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Festspielhaus_Hellerau
erstellt:
17.05.2021
aktualisiert:
10.07.2024
Knapp verplant hatten sich die Baumeister der berühmten künstlerischen Bildungsanstalt in Hellerau. Statt den eigentlich angedachten 450.000 Mark, kostete die Erbauung des Gebäudekomplexes am Ende 1,5 Millionen Mark. Das hat sich gelohnt, würde man heute sagen, denn das Festspielhaus Hellerau ging in die Geschichte ein. Angefangen hat alles mit der Idee der beiden Freunde Karl Schmidt und Wolf Dohrn. Eine Kunstschule sollte es werden, die hier in Dresden, in der ersten Gartenstadt Deutschlands, um 1910 errichtet werden sollte. Als die beiden dann eine Aufführung des berühmten Rhythmus-Verfechters Émile Jaques-Dalcroze besuchten, war ihnen klar: In Hellerau soll nach der Methode „Jaques-Dalcroze“ unterrichtet werden. Also holten sie ihn mit ins Boot und bald schon konnte die Schule samt Internat eröffnen. Schon im zweiten Jahr der öffentlichen Aufführungen der Schüler waren weltbekannte Künstler anwesend: Oskar Kokoschka, Rainer Maria Rilke, Gerhart Hauptmann. Sie alle waren gekommen, um das neu gedachte Schauspiel zu erleben. Und dann kam der Krieg. Über mehrere Jahre, den Tod von Gründer Wolf Dohrn und harte Kämpfe verlor das Festspielhaus Hellerau an Glanz. 1938 wurde es vom Staat für 400.000 Mark aufgekauft und war danach eine Stätte der SS, später ein Lazarett für die sowjetische Armee. Doch der Geist von Hellerau überlebte. Nachdem die letzten Streitkräfte abgezogen waren, wurde in den 90ern erstmals wieder etwas aufgeführt und 2009 endlich wieder ein ganzjähriger Spielplan präsentiert – fast 100 Jahre nach der Eröffnung. Und so ist Hellerau heute das, was es schon immer sein sollte: Ein Zentrum für das Neue.
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