Oliver Abels (SBT), Wiesbaden-Sonnenberg_Feldkapelle, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A3.

Feldkapelle Wiesbaden
Katholische Pfarrgemeinde St. Birgid
Birgidstraße 2a
65191 Wiesbaden
pfarramt@st-birgid.de

+49 (0) 6 11/ 92 79 95 10

http://www.st-birgid.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Feldkapelle_(Wiesbaden)
erstellt:
25.12.2016
aktualisiert:
06.11.2023
Wenn man das Wörtchen "Feldkapelle" hört, assoziiert man damit vermutlich eine kleine Kirche, gebaut aus alten Steinen. Sie steht am Rand einer Landstraße, im Hintergrund blüht vielleicht in sonnigem Gelb der Raps oder in tiefem Rot der Mohn. Bei der Feldkapelle Wiesbaden ist aber alles anders. Keine alten Steine, kein Raps. Stattdessen handelt es sich dabei um einen modernen und schlichten Bau aus Glas im Stadtteil Sonnenberg. Die Kapelle ist von allein Seiten einsehbar - und auch andersherum kann man vom Inneren heraus alles um sich rum sehen. Gebaut wurde das Gotteshaus vom Wiesbadener Architekten Hans-Peter Gresser. Er möchte sein Werk als spirituellen Raum verstehen, der eine "Osmose mit der Natur, mit der Schöpfung zulässt", wie er selbst einmal sagte. Im kleinen Garten rund um die Kapelle soll jeder Ruhe finden, ganz gleich ob er beten, meditieren oder einfach nur mal abschalten möchte. Genauso vielfältig wie die Nutzungsmöglichkeiten ist auch der Garten aufgebaut. Er ist ein Mix aus grünen Büschen und Pflanzen, die von unterschiedlichen Stein- und Treppenelementen durchzogen werden. Der Weg zum Kubus ist hierbei mit Absicht holprig gestaltet. Es fordert ein ordentliches Maß an Konzentration, um zur Kapelle zu gelangen. Es ist nur eines von vielen Details, die es vor Ort zu entdecken gibt. Die Kapelle soll allen Konfessionen offen stehen. Dennoch steht in der Kapelle der christliche Glaube klar im Vordergrund. Ein Teil des Grundstückes wird von zwei großen rostroten Stahlstreben überdacht. Aus dem richtigen Winkel betrachtet kann man das Kreuz erkennen, das sie bilden. Das Material des Konstruktes ist hierbei gut durchdacht: steht Rost doch eigentlich für die Vergänglichkeit, bietet er den Streben in diesem Falle besonderen Schutz.

 

 

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