Alexander Z., Erzabtei_St._Ottilien4, CC BY-SA 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A96.
Erzabtei St. Ottilien
Erzabtei St. Ottilien
Erzabtei 1
86941 Eresing
kontakt@ottilien.de
08193 71 - 0
https://erzabtei.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Erzabtei_Sankt_Ottilien
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https://de.wikipedia.org/wiki/Erzabtei_Sankt_Ottilien
erstellt:
09.07.2020
aktualisiert:
10.01.2024
Schon von weitem kann man das Kloster sehen. Genau darum geht es den Missionsbenediktinern von St. Ottilien. Sichtbar sein, ein Zeichen setzen. Sie verstehen es als ihre Aufgabe, junge Kirchen in Afrika zu unterstützen und in überseeischen Ländern neue benediktinische Lebensgemeinschaften zu gründen. Das Kloster liegt auf dem alten Gebiet von Emming. Seit 1365 ist hier die Wallfahrt zur Heiligen Ottilie nachgewiesen. Im 16. Jahrhundert entstand in Emming ein Herrensitz. Dazu gehörten ein kleines Schloss und die Ottilienkapelle. 1886 kaufte der Benediktinerpater Andreas Amrhein das Schlöss-chen und einen Teil des im Laufe der Jahre heruntergekommenen Anwesens. Ein Jahr später wurden hier die drei Jahre zuvor gegründeten Missionsbenediktiner angesiedelt. So entstand das erste Missionshaus auf deutschem Boden. Im Laufe der Jahre wurde aus dem Kloster ein Klosterdorf mit neuen Straßen und einem Bahnhof, für das die Mönche den Namen St. Ottilien einführten. In diesem Dorf gibt es ein Gymnasium, Exerzitien- und Gästehäuser, einen Verlag, Werkstätten, landwirtschaftliche Gebäude und Anlagen und Gartenbau. Heute leben hier etwa 200 Mönche, von denen jeweils etwa die Hälfte im Missionseinsatz in Übersee steht. Geordnet wird ihre Gemeinschaft durch die Regel des Heiligen Benedikt, in deren Zentrum das gemeinsame Gebet steht. Dazu versammelt sich die Gemeinschaft in der Abteikirche. Die Kirche mit ihrem 75 Meter hohen Turm beherrscht die Silhouette des Klosters. Das dreischiffige Gebäude im Stil der Gotik wirkt, als wäre es aus dem Mittelalter, ist aber tatsächlich kaum älter als 100 Jahre. Schon in den ersten Jahren der neuen Gemeinschaft dachte man an einen Kirchenneubau. 1903 konnte das neue Gotteshaus geweiht werden, nachdem ein Jahr zuvor das Kloster zur Abtei erhoben worden war.
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