Unknown authorUnknown author, Bundesarchiv_Bild_146-2003-0037,_E._O._Plauen, CC BY-SA 3.0 de



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A72.

Erich Ohser in Plauen
Tourist-Information Plauen
Unterer Graben 1
08523 Plauen
touristinfo@plauen.de

0 37 41 / 2 91 - 10 27

https://www.plauen.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Ohser
erstellt:
01.07.2020
aktualisiert:
20.02.2024
Kurt Erich Ohser war ein deutscher Zeichner und Karikaturist. Er wurde am 18. März 1903 in Untergettengrün geboren und wuchs in Plauen auf. Er beendete eine Schlosserlehre und studierte bis 1926 in Leipzig an der Staatlichen Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe. Nebenbei arbeitete er bei der Neuen Leipziger Zeitung, wo er Erich Kästner kennenlernte. Nach dem Studium wurde Ohser als Buchillustrator von Kästners Büchern und als Karikaturist bekannt. Mit seinen Karikaturen von Hitler und Goebbels zog er den Hass der Nationalsozialisten auf sich. Erich Ohser war mit der Illustratorin Marigard Bantzer verheiratet. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde sein Antrag auf Aufnahme in die Reichspressekammer abgelehnt, was einem Berufsverbot gleichkam. Seine Frau versorgte in dieser Zeit die Familie. 1934 bewarb sich Ohser bei der Berliner Illustrierten Zeitung , die einen Comic suchte, mit einem Entwurf von „Vater und Sohn“. Dafür legte er sich das Pseudonym e.o.plauen zu. Im Dezember 1934 kam die erste Bildergeschichte von „Vater und Sohn“ heraus, die dann drei Jahre lang wöchentlich in der Zeitschrift erschien. Der Verlag veröffentlichte auch drei Buchausgaben, die sämtlich erfolgreich waren. Danach durfte Erich Ohser alias e.o.plauen weiter arbeiten und wurde 1940 Mitarbeiter der Wochenzeitschrift „Das Reich“. Ohser konnte seine Abneigung gegen das NSDAP-Regime auf Dauer nicht für sich behalten. Er wurde denunziert und am 28. März 1944 verhaftet. Ohser erhängte sich in der Nacht bevor, der Prozess vor dem Volksgerichtshof eröffnet wurde.

 

 

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