AnRo0002, 20110812Waghaeusel17, CC0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A5.
Eremitage Waghäusel
Eremitage Waghäusel
68753 Waghäusel
eremitage@waghaeusel.de
+49 (0) 72 54/ 98 51 93 7
http://www.waghaeusel-eremitage.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Eremitage_(Wagh%C3%A4usel)
68753 Waghäusel
eremitage@waghaeusel.de
+49 (0) 72 54/ 98 51 93 7
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https://de.wikipedia.org/wiki/Eremitage_(Wagh%C3%A4usel)
erstellt:
13.01.2017
aktualisiert:
04.10.2023
Einst hat im frühen 18. Jahrhundert ein Kardinal in Speyer gelebt. Vor allem an Titeln reich beschenkt, wollte er seine Residenz ausbauen. So entschloss sich Damian Hugo Phillip Reichsgraf von Schönborn-Bucheim dazu, ein Jagd- und Lustschloss bauen zu lassen. Heißen sollte das barocke Schlösschen nach seiner Fertigstellung „Eremitage“. Damals war der Begriff für Schlösser besonders beliebt, er bedeutet einfach Einsiedelei. Um die Eremitage von Kardinal von Schönborn-Buchheim gibt es nur einen Park und kleinere angrenzende Häuser für die damaligen Boten und Bediensteten. Finden kann man die "Einsiedelei" übrigens in der Nähe von Waghäusel bei Karlsruhe. Die Eremitage ist wie ein Stern aufgebaut, im Zentrum steht das Schloss. Von dort gehen acht Wege ab, die jeweils zu einem Eremiten-Pavillon führen. Sternenförmig werden diese Pavillons ebenfalls mit Wegen verbunden. Dadurch erhält die gesamte Anlage ein wunderschönes Ambiente, mit vielen Skulpturen und Parks. Außerdem sind um das Schloss herum Teiche und weitere Anlagen gebaut, die sich von der restlichen Umgebung vollkommen abheben. Das etwa 18 Fußballfelder große Gelände ist bis heute stetig im Umbau. Zum Beispiel hat das Haupthaus umgangssprachlich „Ohren“ bekommen. Denn es wurde um zwei Flügel erweitert um mehr Platz zu schaffen. Im 19. Jahrhundert hat die Badische Gesellschaft für Zuckerfabrikation die gesamte Anlage gekauft und eine Zuckerfabrik daraus gemacht. Bis zur Jahrtausendwende ist dort noch Zucker hergestellt worden. Danach hat die Stadt Waghäusel die Eremitage zurückgekauft und nahezu alle Fabrikgebäude abgerissen. Nur die Direktorenvilla und ein paar Zuckersilos direkt neben dem alten Schlösschen blieben als Mahnmal erhalten. Wer die Eremitage heute besucht, findet wieder ein fast komplett saniertes Lustschloss mit gepflegten Gärten. Ein Teil des Schlosses wird als Ausstellungsraum genutzt. Dort finden Wanderausstellungen oder Veranstaltungen statt. Der Park um das Schloss kann kostenfrei besucht werden. Es lohnt sich auf jeden Fall.
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