Corradox, Groß-Hesepe_Emsland_Moormuseum, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A31.

Emsland Moormuseum Geeste
Emsland Moormuseum Geeste
Geestmoor 6
49744 Geeste
kontakt@moormuseum.de

+49 (0) 59 37/ 70 99 90

http://moormuseum.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Emsland_Moormuseum
erstellt:
03.11.2017
aktualisiert:
22.11.2023
In der allgemeinen Wahrnehmung haben Sümpfe und Moore einen bemerkenswert schlechten Ruf. Naturräume wie die Gebirge werden mit majestätischer Erhabenheit gleichgesetzt, der Wald gilt den Deutschen spätestens seit der Romantik als Seelenlandschaft und Symbol für das Schöne und Gute. Und Meere und Ozeane hinterlassen mit ihrer scheinbaren Unendlichkeit ohnehin einen bleibenden Eindruck. Das Moor hingegen wird fast immer als düsterer, gefährlicher Ort beschrieben. In zahlreichen Sagen und Legenden ist von Moorgeistern die Rede oder von spukhaften Gestalten, die Reisende von ihrem Weg abbringen, damit diese im Moor versinken. Aber so lange, wie sich die Menschen vor dem Moor fürchten, so lang nutzen und kultivieren sie es auch schon: Bereits im 11. Jahrhundert begannen Mönche mit der Entwässerung von Feuchtgebieten und dem Abbau von Torf. Wer sich für die Kultivierung der Moor- und Heidelandschaften interessiert, sollte das Emsland Moormuseum in der Gemeinde Geeste besuchen. Hier, im größten Moormuseum Europas, erfährt man Alles über diesen einmaligen Lebensraum. In der Ausstellung wird die Besiedlung der Moore beschrieben und vor allem die Geschichte des Torfabbaus erklärt. Und weil das Museum praktischerweise direkt an einem Moor liegt, haben Besucher die Landschaft, um die es geht, direkt vor Augen. Im großen Freigelände sind Maschinen zu sehen, die einst für den Torfabbau genutzt wurden. Vor allem der größte Pflug der Welt, der für Kultivierungsarbeiten im Moor eingesetzt wurde, versetzt Besucher ins Staunen. Sehenswert ist auch das Moorbauernhaus aus den 30er-Jahren, das Einblicke in den entbehrungsreichen Alltag und das karge Leben der Torfbauern in alten Zeiten bietet. Wer zum Abschluss eines Museumsbesuches auf dem Holzbohlenweg durch das Hochmoor spaziert, sieht es gewiss mit neuen Augen: Statt gefährlich und düster zu wirken, fasziniert das Moor durch die unberührte Natur, die friedliche Stille und die Weite der Landschaft.

 

 

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