Mabit1, Innerdeutsche_Grenze_Oebisfelde_1970, CC BY-SA 4.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A24, der A2, der A4, der A9, der A20, der A73 und der A71.

Ehemalige innerdeutsche Grenze 1945-1990
Zonengrenz-Museum
Südertor 6
8350 Helmstedt

+49 (0) 53 51/ 12 12 47

https://www.grenzerinnerungen.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Innerdeutsche_Grenze
erstellt:
02.11.2016
aktualisiert:
09.11.2023
Von 1945 bis 1990 verlief über eine Länge von 1.393 Kilometern die Grenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik, von der Ostsee über Elbe und Harz bis zu den Mittelgebirgen Nordbayerns. Der Grenzverlauf zwischen den drei westlichen Besatzungszonen und der sowjetischen Besatzungszone wurde von den Siegermächten des Zweiten Weltkriegs festgesetzt und bestand mit der Gründung der beiden deutschen Staaten nach 1949 fort. Die sogenannte „Demarkationslinie“ wurde ab 1952 verstärkt abgeriegelt: Die DDR schuf auf ihrem Gebiet eine fünf Kilometer breite Sperrzone, einen 500 Meter breiten, mit Stacheldraht gesicherten Schutzstreifen und einen 10 Meter breiten Kontrollstreifen. In der DDR hieß es, dieser „antifaschistische Schutzwall“ solle den „Arbeiter- und Bauernstaat“ vor westlichen Übergriffen bewahren. Die rund 30.000 Grenzsoldaten sollten aber natürlich auch die Ausreise von DDR-Bürgern verhindern. Auf ostdeutscher Seite war die Grenze teilweise vermint und mit Selbstschussanlagen ausgestattet. Einer Studie der FU Berlin zufolge starben 327 Menschen beim Versuch, aus der DDR zu fliehen. Geöffnet wurde die innerdeutsche Grenze bekanntlich am 9. November 1989. Ein knappes Jahr später, am 3. Oktober 1990 war Deutschland wiedervereinigt. Heute gibt es Pläne, den historischen Grenzstreifen als Biotopverbund zu sichern.

 

 

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