Reinhard Dietrich, Kloster_Schlüchtern_Westfassade_1, CC0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A66.
Ehemalige Benediktinerabtei Schlüchtern
Bürgerservicebüro im Haus des Handwerks
Krämerstr. 5
36381 Schlüchtern
info@schluechtern.de
06661/85-361
https://www.schluechtern.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Schl%C3%BCchtern
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erstellt:
21.06.2020
aktualisiert:
19.01.2024
Es gibt Gebäude, die Zeugnis eines bestimmten Punktes der Geschichte sind. Und dann gibt es die ehemalige Benediktinerabtei Schlüchtern. Das Kloster zeigt nicht nur Spuren einer Epoche. Wer die Gebäude besucht, begibt sich auf eine Zeitreise durch die karolingische Zeit, Romanik, Gotik, Renaissance und dem Historismus des 19. Jahrhunderts. Wann genau die Abtei gebaut wurde, ist nicht bekannt. Die älteste erhaltene Bausubstanz ist die Krypta. Sie wird der frühkarolingischen Zeit zugerechnet, die etwa 750 Jahre nach Christus begann. Eine erste urkundliche Erwähnung des Klosters gab es aber erst Ende des 10. Jahrhunderts. Im Jahr 993 wurde es an das Bistum Würzburg übergeben. Dazu gibt es auch eine gefälschte Urkunde, die auf das Jahr 788 datiert ist. Die Blütezeit der Benediktinerabtei liegt im 12. und 13. Jahrhundert. Doch 1334 wird das Kloster zeitweise aus der Kirche ausgeschlossen. Das Kloster hatte sich nach einer doppelten Bischofswahl für Hermann II. Hummel von Lichtenberg entschieden. Wie sich herausstellte war das die falsche Wahl. Denn er starb kurz nach der Wahl und der verbliebene Bischof Otto II. von Wolfskeel war auf die Benediktiner in Schlüchtern nicht gut zu sprechen. Die Geschichte der Abtei hält noch einige Irrungen, Konflikte und Wendungen bereit. Während der Bauernkriege war es kurzzeitig verlassen. Ab 1540 zog nach und nach die Reformation auch in Schlüchtern ein. Heute gehört das Gebäude der evangelischen Kirche und wird als kirchenmusikalische Fortbildungsstätte genutzt. Zudem beherbergt das Benediktinerkloster heute das Ulrich-von-Hutten-Gymnasium.
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