Wolkenkratzer, Abtei_Prüm_003x, CC BY-SA 4.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A60.

Ehemalige Abtei Prüm
Basilika St. Salvator
Hahnplatz 17
54595 Prüm
kath.pfarramt@basilika-pruem.de

06551/147460

https://www.pfarreiengemeinschaft-pruem.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Abtei_Pr%C3%BCm
erstellt:
17.06.2020
aktualisiert:
18.10.2023
Die Stadt Prüm verdankt ihre Gründung einer Frau: Bertrada, eine fränkische Edle, gründete 721 im Tal des Flusses Prüm ein kleines Mönchskloster. Leider war die weibliche Pioniertat bald vergessen. Denn bereits dreißig Jahre später tat König Pippin es Bertrada gleich und gründete an gleicher Stelle eine noch größere und mächtige Abtei. Bertradas Kloster konnte daraufhin schließen. Als Gründer berief Pippin Benediktinermönche aus Paris in das Tal. Zum Einzug schenkte er ihnen eine der berühmtesten Reliquien jener Zeit, eine Sandale Christi. Nach ihr wurde die Abtei „Zum Allerheiligsten Erlöser“ (St. Salvator) genannt. Außerdem erhielt das Kloster umfangreiche Ländereien und war offiziell niemandem als dem König verpflichtet. Nach dem Tod Pippins übernahm sein Sohn, Karl der Große, die Abtei. Er ließ die so genannte „Salvatorkirche“ bauen. Sie wurde für die Aufbewahrung der Reliquie so aufwendig gestaltet, dass man sie auch die „Goldene Kirche“ nannte. Auch Karls Enkel, Kaiser Lothar I., erwies sich als großer Freund der Benediktiner. Er legte 855 seine Krone nieder und trat der Gemeinschaft bei. Obwohl die Normannen das Kloster im 9. Jahrhundert niederbrannten, konnte es seinen Wohlstand über die Jahrhunderte weiter ausbauen. Im 18. Jahrhundert entstand ein neues Klostergebäude nach Plänen des Barockbaumeisters Balthasar Neumann. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts ließ Napoleon die Abtei komplett auflösen. Das Klostergebäude wurde der Stadt Prüm, die Abteikirche der katholischen Gemeinde übergeben. Heute prägt die ehemalige Benediktinerabtei mit ihrer prächtigen weiß-roten Fassade das Bild der Prümer Altstadt. Von den schweren Verwüstungen, die Abtei und Kirche im Zweiten Weltkrieg erlitten haben, ist nichts mehr zu sehen.

 

 

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