Nahefoto 16:59, 1 January 2008 (UTC), Kirche_Pfaffen-Schwabenheim, Public Domain



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A61.

ehem. Klosterkirche Pfaffen-Schwabenheim
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https://de.wikipedia.org/wiki/Pfaffen-Schwabenheim
erstellt:
19.06.2020
aktualisiert:
18.10.2023
Pfaffen-Schwabenheim ist eine kleine Weinbau treibende Gemeinde im rheinhessischen Hügelland. Das Ortsbild wird von hübsch restaurierten Fachwerkhäusern bestimmt. Aber keines der Häuschen ist so alt wie Pfaffen-Schwabenheim selbst. Bereits im Jahre 765 wurde der Ort das erste Mal urkundlich erwähnt. Damit ist er eine der ältesten fränkischen Siedlungen im Naheraum. Im 11. Jahrhundert gehörte die Gemeinde zur Grafschaft Sponheim. Graf Eberhard von Sponheim und seine Mutter Hedwig waren es auch, die 1044 in Pfaffen-Schwabenheim das Kloster „Sancta Maria“ gründeten. Es wurden 18 Augustiner Chorherren eingesetzt, die aus dem Ort ein bedeutendes geistliches Zentrum machten. Im Jahre 1230 begann man mit dem Bau einer neuen Klosterkirche, in der mehrere Mitglieder des Sponheimer Geschlechts beigesetzt wurden. Der Chor ist bis heute erhalten und gilt als kunsthistorische Kostbarkeit. Wer die Kirche besichtigt, sollte auch einen Blick in den Gang neben der Sakristei werfen. Hier stehen wuchtige Eichenholzschränke, in denen sich die jahrhundertealten, goldbestickten Gewänder der Chorherren befinden. Unter Prior Martels erlebte das Kloster im 17. Jahrhundert noch einmal eine Blütezeit. Er ließ ein neues Langhaus errichten, die gesamte Klosteranlage wurde im Stil des Barock umgestaltet. Dennoch verlor die Abtei in den folgenden Jahrzehnten immer mehr an Bedeutung. 1802 wurde sie von Papst Pius VIII. aufgelöst. Daraufhin wurde die Klosterkirche zur Pfarrkirche von Pfaffen-Schwabenheim. Hundert Jahre lang wurde sie „simultan“ genutzt. Das heißt, es fanden abwechselnd katholische und evangelische Gottesdienste in ihr statt.

 

 

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