Straktur, Egerlandmuseum, CC BY 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A93.
Egerland Kulturhaus Marktredwitz
Egerland-Kulturhaus
Fikentscherstraße 24
95615 Marktredwitz
info@egerlandmuseum.de
09231 3907
https://www.egerlandmuseum.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Egerland-Kulturhaus
Fikentscherstraße 24
95615 Marktredwitz
info@egerlandmuseum.de
09231 3907
https://www.egerlandmuseum.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Egerland-Kulturhaus
erstellt:
07.07.2020
aktualisiert:
10.01.2024
„Der Egerländer liebt eine einfache Lebensweise, er ist aufrichtig, redlich, arbeitsam, sparsam und gottesfürchtig, ...” so beschrieb der Stadtarchivar von Eger, Vinzenz Prökl, seine Landsmänner im Jahre 1845. Wer mehr über das Völkchen aus dem Norden Böhmens erfahren möchte, sollte das Egerländer Kulturhaus in Marktredwitz besuchen. Das Museum lässt die Kulturgeschichte des Egerlandes lebendig werden. Im Zentrum stehen dabei die Erinnerungen der heimatvertriebenen Egerländer. Mit der Sammlung geretteter Heimatandenken hatten diese bereits Ende der 1940er Jahre begonnen. Mit dem Kulturhaus entstand 1973 ein zentraler Ort, an dem die Stücke gesammelt öffentlich wurden. In den 90ern wurde die Sammlung erweitert und neu konzeptioniert. Heute ist ein Besuch des Hauses wie eine Zeitreise durch die Geschichte des Egerlandes. Beim Betreten einer typischen Bauernstube werden die tiefe Religiosität und die Heimatverbundenheit der Egerländer greifbar. Trachten und bemalte Möbel vermitteln Lokalkolorit. Man erfährt sogar, was ein „Huasnoantoutara” ist – nämlich ein Hosengeschirr aus Rindsleder, das zur Hosentracht des echten Egerländers unbedingt dazugehört. Mit der Porzellan- und Glasindustrie, dem Zinngießerhandwerk und dem Musikinstrumentenbau werden Handwerkszweige vorgestellt, die die Region über lange Zeit geprägt haben. Auch der Bädertourismus in Städten wie Karlsbad und Marienbad war ein bestimmender Wirtschaftsfaktor. Die inszenierte Bäderstraße ist einer der Höhepunkte der Ausstellung. Die Schau ist insgesamt zweigeteilt. Mit der Vertreibung aus dem Egerland beginnt die zweite Hälfte. Flucht, Vertreibung und Heimweh, aber auch das „Neu-Anfangenmüssen“ werden auf verschiedenste Art thematisiert und dargestellt.
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