Jwaller, LandsbergDoppelkapelle3, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A9.

Doppelkapelle Landsberg
Doppelkapelle und Museum Landsberg
Hillerstraße 8
06188 Landsberg
doppelkapelle-landsberg@gmx.net

+49 (0) 34 60 2/ 20 69 0

http://www.stadt-landsberg.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/St._Crucis_(Landsberg)
erstellt:
22.04.2017
aktualisiert:
16.11.2023
Die Doppelkapelle St. Crucis ist das Wahrzeichen von Landsberg. Weithin sichtbar steht die romanische Kirche über der Stadt. Klar, dass eine solche Kirche nicht gerade das Gefallen des Teufels findet. Und so wollte der Chef der Unterwelt den Bau der Kirche verhindern! Zu seinem Pech stieß er dabei aber auf einen gewitzten Mönch. Der Teufel wollte die Kirche mit einem gewaltigen Stein zerschmettern. Der Mönch aber hielt dagegen. Eine solche Macht habe er, der Teufel, gar nicht, sagte er. Da bot ihm der Teufel eine Wette an: Ehe der Mönch drei Vaterunser gesprochen habe, sei die Kirche zerstört. Der Mönch nahm die Wette an, sprach aber nicht das ganze Gebet, wie der Teufel geglaubt hatte, sondern nur „Vaterunser, Vaterunser, Vaterunser, Amen.“ Der Stein, den der Teufel geworfen hatte, stürzte vor dem Ziel ab und der Teufel verschwand vor Scham in der Erde. Bei Pilitz kann man den Teufelsstein noch heute besichtigen. Und in Landsberg kann man dank des gewitzten Mönches nun eben die Doppelkirche von Landsberg ansehen. Um 1170 entstanden, ist St. Crucis eine der wenigen Doppelkapellen, die es heute noch gibt. Dabei war diese Bauform früher der sichtbare Ausdruck von Macht und Herrschaft. Denn die beiden Kapellenräume mit den unterschiedlichen Zugängen dienten der Trennung der Stände. Eine Besonderheit von St. Crucis ist die „Blutsäule“ aus rotem Marmor, die Karfreitag Blut und Wasser schwitzen soll. Die einst zur Kapelle gehörende Burg ist heute nicht mehr erhalten, aber von der Größe der Kapelle lässt sich auf die ehemalige Bedeutung und Größe der Burganlage schließen. Zu Füßen der Doppelkapelle liegt Landsberg, ein verträumtes Städtchen mit ländlichem Charakter. Verwinkelte Gassen und Straßen laden hier zum Bummeln ein. Das Museum in der Schule informiert über die Geschichte der Region.

 

 

« zurück zur Startseite Reisen