Original uploaded by Hejkal, Merseburger_Dom, CC BY-SA 2.0 de
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A9 und der A38.
Dom u. Schloss Merseburg
Kulturhistorisches Museum Schloss Merseburg
Domplatz 9
06217 Merseburg
museum.schloss.merseburg@saalekreis.de
+49 (0) 34 61/ 40 13 18
http://www.merseburg-tourist-ev.de/index.php/de/82-touristisches/3-kulturhistorisches-museum
https://de.wikipedia.org/wiki/Merseburger_Dom
Domplatz 9
06217 Merseburg
museum.schloss.merseburg@saalekreis.de
+49 (0) 34 61/ 40 13 18
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https://de.wikipedia.org/wiki/Merseburger_Dom
erstellt:
22.04.2017
aktualisiert:
14.11.2023
Zwei alte Zaubersprüche liegen im Merseburger Dom, in einer Handschrift aus dem 9. Jahrhundert. Erst im Jahr 1841 wurden sie in der Bibliothek des Domkapitels entdeckt, Die Herkunft der Zaubersprüche ist zwar unbekannt, aber ihre Bedeutung unbestritten: Sie sind die einzigen in althochdeutscher Sprache erhaltenen Zeugnisse germanischen Heidentums. Inhalt des ersten Spruchs ist die Befreiung von Gefangenen, im zweiten Spruch geht es um die Heilung der Beinverletzung eines Pferdes. In Althochdeutsch klingt das ungefähr so: „Eiris sazun idisi, sazun hera duoder …“ Oder übersetzt: „Einst saßen Idise, saßen nieder hier und dort. Die hefteten Hafte, die hemmten das Heer, die entflochten Gliedern die Fesseln: Entspring den Banden, entfleuch den Feinden!“ Es ist sicher kein Zufall, dass die Zaubersprüche ausgerechnet in Merseburg gefunden wurden. Denn die Dom- und Hochschulstadt an der Saale gehört zu den ältesten Städten Mitteldeutschlands. Davon zeugt heute das Dom-Schloss-Ensemble, das die Stadt weithin sichtbar überragt. Im Schlossvorhof hält der steinerne Rabenkäfig die Rabensage lebendig. Sie erzählt von einem Bischof, der einst einen Diener hinrichten ließ, weil er ihn für den Dieb seines Ringes hielt. Später jedoch wurde das Nest eines Raben gefunden, und darin der vermisste Ring. Der Bischof führte seitdem aus Reue und zum Andenken für seinen zu Unrecht verurteilten Diener einen Raben mit einem Ring im Schnabel als sein Wappen.
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