Rotesdiadem, Nachgebautes_Amphitheater_in_Xanten_mit_Dom_im_Hintergrund, CC0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A57.

Dom – Archäologischer Park Xanten
Propsteigemeinde St. Viktor Xanten
Kapitel 8
46509 Xanten
stviktor-xanten@bistum-muenster.de

02801 7131-0

https://www.sankt-viktor-xanten.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/LVR-Arch%C3%A4ologischer_Park_Xanten
erstellt:
17.06.2020
aktualisiert:
31.10.2023
Wer glaubt, ein archäologischer Park wäre langweilig, der irrt sich gewaltig. In Xanten kann man das Römerfest „Schwerter, Brot und Spiele“ oder römische Geschichte zum Anfassen erleben. Angefangen hat alles mit dem römischen Militärlager Vetera I. Strategisch günstig wurde es auf dem schwer einnehmbaren Fürstenberg errichtet. Bis zu 10000 römische Soldaten lebten in dem Lager und wollten von dort aus Eroberungsangriffe nach Germanien unternehmen. Doch es kam alles ein bisschen anders. Im östlich gelegenen Teutoburger Wald verloren die Römer eine wichtige Schlacht gegen den germanischen Stamm der Cherusker, die es viele Jahre später sogar schafften, Vetera I. zu zerstören. Es folgte an einer anderen Stelle Vetera II. Später gründete der römische Kaiser Traian die Stadt Colonia Ulpia Traiana, die nur als CUT abgekürzt wurde. Der heutige Archäologiepark wurde auf Teilen des CUT neu errichtet und zeigt in anschaulicher Weise, wie die Römer hier einst gelebt haben. Zahlreiche Gebäude wurden wieder erbaut beziehungsweise rekonstruiert. Die Geschichte des Domes ist eng mit der römischen verbunden. Zwei Jahrhunderte nach der Gründung von CUT wurden die Christen verfolgt und der römische Soldat Viktor im Wald ermordet. Gläubige Christen pilgerten an die Stelle, wo sich wahrscheinlich sein Grab befand. Im 13. Jahrhundert schließlich ließ man eine imposante Kirche bauen, die zum größten Gotteshaus zwischen Köln und der Nordsee wurde. Die hiesige religiöse Gemeinschaft hieß „ad anctos“ („Zu den Heiligen“),Dom – Archäologischer Park Xanten woraus sich der Name der Stadt Xanten ableitete. In Zukunft ist noch viel geplant und Xanten wird das Stiftsmuseum gründen sowie das Museum für Archäologie eröffnen. Die römische Geschichte hat also noch lange kein Ende gefunden.

 

 

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