Je-str, Bad_Doberan_Zisterzienserkloster, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A20.

Doberaner Münster
Doberaner Münster
Klosterstraße 2
18209 Bad Doberan
kuester@muenstergemeinde-doberan.de

+49 (0) 3 82 03/ 6 27 16

http://www.muenster-doberan.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Doberaner_M%C3%BCnster
erstellt:
15.10.2017
aktualisiert:
02.01.2025
Drei Jahre dauerte es, bis ein Stein fertig war. Eine Mischung aus Sand, Lehm und Wasser füllten die Arbeiter zum Trocken in Holzformen. In Feldöfen wurden die Backsteine gebrannt, dann war das so genannte Klosterformat fertig. Dann wurde ein Backstein auf den anderen gesetzt und das Ergebnis kann sich noch heute sehen lassen - das Münster in Bad Doberan. Licht empfängt den Besucher, der die Kirche betritt. Selbst dann noch, wenn die Abendsonne golden durch das riesige Westfenster fällt. Von der Ausstattung der Kirche beeindruckt vor allen Dingen der Lettner. Er ist ungefähr zwei Meter hoch und trennte früher die Mönche von den Laien. Darüber hängt ein Flügelalter mit zwei Seiten, der wiederum von einem doppelseitigen Triumphkreuz überragt wird. Dieser ganze Kreuzaltar ist beeindruckende elf Meter hoch und in der Zeit um 1360 entstanden. Auch den Hochaltar sollte man sich bei einem Besuch unbedingt ansehen. Die Bemalung des Münsters hat die gleiche Farbe wie im Mittelalter. Die Grundfarbe ist weiß, die Gewölberippen sind rot und blau ausgemalt. Rot und blau symbolisieren die Jungfrau Maria, der das Münster, wie alle Klosterkirchen der Zisterzienser, geweiht ist. Der Orden hatte 1294 mit dem Bau des Klosters begonnen, und dabei das Fundament und das Mauerwerk der Vorgängerkirche genutzt. Im Westgiebel sind davon noch Reste zu erkennen. Nach 74 Jahren Bauzeit konnte das hochgotische Münster 1368 geweiht werden. Gestiftet hatte es der mecklenburgische Herzog Pribislav, der hier auch begraben ist. Das Kloster ist zur wichtigsten Grablege der nachfolgenden Fürsten geworden. Die Grabplastik der dänischen Königin Margarete Sambiria ist ein besonderes Zeugnis der Begräbniskultur. Auf die einmalige Ausstattung des Münsters wird in Themenführungen hingewiesen. Die Pflanzendarstellungen im Münster oder das Leben der Mönche sind nur zwei davon.

 

 

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