Luidger, Runkel_Lahn, CC BY-SA 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A3.
Dierdorf Ehemalige Wiedische Residenz
Tourist-Information Dierdorf
Poststraße 5
56269 Dierdorf
tourismus@vg-dierdorf.de
+49 26 89/291 0
https://www.vg-bg.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_Wied
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erstellt:
26.12.2016
aktualisiert:
23.10.2023
Wer im rheinland-pfälzischen Dierdorf die Reste der Wiedischen Residenz besichtigen will, muss zur evangelischen Kirche des Städtchens gehen. Sie wurde Anfang des letzten Jahrhunderts erbaut – und zwar aus den Steinen des ehemaligen Schlossgebäudes. 1902 wurde dieses wegen seiner Baufälligkeit gesprengt. Nun erinnert – neben der Kirche – nur noch der Schlosspark an die prunkvolle Vergangenheit der Stadt. Genau 200 Jahre vor der Sprengung, also im Jahre 1702, hatte der Graf von Wied in Dierdorf mit der Errichtung der Schlossanlage begonnen. In zwanzigjähriger Bauzeit entstand eine herrschaftliche Residenz mit allem drum und dran. Es gab kleine Lustschlösser und Alleen, einen Irrgarten, eine Fasanerie, eine Menagerie, eine Reitbahn und einen Promenadenplatz. All diese Pracht verschwand mit dem Erlöschen der Wiedischen Familienlinie. Besser sind in Dierdorf die Relikte des Mittelalters erhalten. Teile der mittelalterlichen Stadtmauer stehen noch. Schon von weitem erblickt man zwei Türme, die früher zur Stadtbefestigung gehörten. Der Unterturm trägt den Beinamen „Eulenturm“ – vermutlich, weil diese Tiere dort früher einmal heimisch waren. Der Mittelturm wird auch Uhrturm genannt, weil sich in ihm seit 1772 die Stadtuhr befindet. Sie ist ein Werk des namhaften Uhrmachers Christian Kinzig. Bei einem Stadtrundgang lohnt es sich, versuchsweise an der Pforte des Uhrturms zu rütteln: Hier finden immer wieder Kunstausstellungen statt, anlässlich derer auch der Turm besichtigt werden kann. Ebenso unsichtbar wie die Wiedische Residenz in Dierdorf ist eine Attraktion, die man im Nachbardorf Kleinmaischeid findet: Seit Mai 2004 liegt hier der geographische Mittelpunkt der erweiterten Europäischen Union. Um die Symbolik des Ortes zu unterstreichen, haben die Kleinmaischeider einen „Europaplatz“ eingeweiht und das Denkmal „Geographische Mitte des Europas der 25“ aufgestellt.
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