MarcelBuehner, Außenansicht_Steinsburgmuseum_2, CC BY-SA 4.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A71.

Die Gleichberge und das Steinsburgmuseum
Steinsburgmuseum
Waldhaussiedlung 8
98631 Römhild
steinsburgmuseum@tlda.thueringen.de

0361 57 3222 000

http://steinsburgmuseum.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Steinsburgmuseum
erstellt:
23.06.2020
aktualisiert:
08.03.2024
Dass ausgerechnet die Gleichberge, zwei aus Vulkanzeiten stammenden Basaltkegel, die man im unterfränkischen Norden so herrlich als landschaftlichen Fixpunkt betrachtet, eigentlich zu Thüringen gehören, wird in der unterfränkischen Bevölkerung weitgehend ignoriert. Zumindest sind sie Teil des Grabfelds, das sich vom im Westen gelegenen fränkischen Bad Neustadt an der Saale bis zum thüringischen Römhild im Osten zieht. Mittendrin stehen sie, die beiden Gleichberge, die mit ihrer Präsenz nicht nur heutzutage die Menschen anziehen und faszinieren. Schon in der mittleren Bronzezeit siedelten sich auf dem Kleinen Gleichberg erste Menschen an. Reste davon findet man heute auf der Steinsburg – einer stadtähnlichen Anlage der Kelten aus der Zeit kurz vor Christi Geburt, die mit Vulkangestein aus der Umgebung der beiden Berge auf dem Kleinen Gleichberg gebaut wurde. Bei näherer Untersuchung dieser Anlage fand man, was heute im Steinsburgmuseum ausgestellt ist. Als erste Etappe des 196 Kilometer langen Keltenerlebnisweges, kann man hier in chronologischer Reihenfolge die Ur- und Frühgeschichte Südthüringens nachvollziehen. Man möge meinen, dass sich der 679 Metern hohe große Bruder der beiden Erhebungen, der große Gleichberg, größerer Faszination erfreuen sollte. Doch es scheint, als sei es der Kleine Gleichberg, der nicht nur die Kelten und zahlreiche Wanderer, sondern auch Poeten und Lyriker in seinen Bann zieht. Nicht umsonst erhob der aus Württemberg stammende Dichter Friedrich Hölderlin den Kleinen Gleichberg zum „Thüringischen Olymp“.

 

 

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