Benutzer:AxelHH, Erdölmuseum_Eingang, Public Domain



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A7.

Deutsches Erdölmuseum Wietze
Deutsches Erdölmuseum Wietze
Schwarzer Weg 7-9
29323 Wietze
info@erdoelmuseum.de

+49 (0) 51 46/ 92 34 0

http://www.erdoelmuseum.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Erd%C3%B6lmuseum_Wietze
erstellt:
06.03.2017
aktualisiert:
23.11.2023
Ölscheichs hat es hier nie gegeben. Und Ölprinzen auch nicht. Dennoch kreiste in Wietze alles um das Erdöl. Warum, das erfährt jeder ölabhängige Autofahrer im Deutschen Erdölmuseum. Die Bohr- und Fördertürme sind schon von weitem zu sehen. Schließlich erreichen sie eine Höhe von bis zu 56 Metern. Auf dem ehemaligen Ölfeld sind Messfahrzeuge, Antriebe für Tiefpumpen und eine Feldbahn Zeugen dafür, dass hier einmal Öl gefördert wurde. Wer möchte, kann per Knopfdruck einige Maschinen selbst in Gang setzen. „Auf den Spuren des Öls“ erfährt man, wie das Öl aus einem Heidedorf das Zentrum der deutschen Erdölindustrie gemacht hat. Der Weg führt dabei zum Gelände der Raffinerie und an der Wohnsiedlung der Arbeiter vorbei zum Höhepunkt des Spaziergangs: Die Abraumhalde. Von der Spitze der ehemaligen Abraumhalde gibt es eine gute Sicht auf die Umgebung. Weitere Einzelheiten erfährt der Wanderer in der Ausstellung im Museumsgebäude. Bilder und Dokumente zeigen, wie das Leben und Arbeiten „im Öl“ gewesen ist. Ziemlich anstrengend ist es auf jeden fall gewesen, denn Bergleute haben ab 1920 das Öl unter Tage abgebaut, mit Presslufthammer, Schaufel und Förderwagen. Angefangen hatte alles Mitte des 19. Jahrhunderts. In Wietze wurde eine der ersten Bohrungen weltweit „niedergebracht“, so heißt das korrekt, bei der Öl gefunden wurde. Von mehr als 2000 Bohrungen zwischen 1858 und 1963 waren vier Fünftel „fündig.“ Drei Millionen Tonnen Erdöl förderte man hier, 1910 lieferte das Feld 80% des deutschen Erdöls. Da war der Beiname Wietzes völlig gerechtfertigt. Einst nannte man es nämlich Klein-Texas.

 

 

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