Holger Weinandt, Koblenz_im_Buga-Jahr_2011_-_Deutsches_Eck_01, CC BY-SA 3.0 de
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A61.
Deutsches Eck – Koblenz im Welterbe Oberes Mittelrheintal
Koblenz-Touristik
Bahnhofplatz 7
56068 Koblenz
info@koblenz-touristik.de
0261/30388-0
https://www.koblenz-touristik.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Eck
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erstellt:
19.06.2020
aktualisiert:
18.10.2023
Auf einer kleinen Halbinsel zwischen Mosel und Rhein liegt das „Deutsche Eck“. Bei den Koblenzern hieß die kleine Landzunge von jeher „Honsschwanz“, Hundeschwanz, weil sie den letzten Zipfel des Hunsrücks bildet. Die Bezeichnung „Deutsches Eck“ geht auf das 13. Jahrhundert zurück, als sich der Deutsche Orden auf der Halbinsel ein Verwaltungsgebäude baute. 1897 wurde auf dem Deutschen Eck ein monumentales Denkmal zu Ehren Kaiser Wilhelms I. errichtet. Kurt Tucholsky besichtigte die 350 Zentner schwere und 15 Meter hohe Figurengruppe und schrieb: „ Da stand – Tschingbumm! – ein riesiges Denkmal Kaiser Wilhelm des Ersten: ein Faustschlag aus Stein. (...) Das Ding sah aus wie ein gigantischer Tortenaufsatz.“ 1945 wurde der „Tortenaufsatz“ weggeschossen, allein der Sockel blieb zurück. Bundespräsident Theodor Heuss bestimmte ihn 1953 zum Mahnmal der Deutschen Einheit. Von da an wehte auf Wilhelms Sockel die deutsche Fahne – was den Kaiser gar nicht gefreut hätte. Bei der Revolution von 1848/49 war die Fahne das Symbol seiner Gegner gewesen, die mit ihr die Idee von Freiheit und Demokratie verbanden. 1993 entstand die Idee, den alten Kaiser Wilhelm wieder am Deutschen Eck aufzustellen. Private Spender organisierten die Mittel für das neue Denkmal. Die Wiedererrichtung sorgte für kontroverse Diskussionen, vor allem weil man befürchtete, dass das Deutsche Eck seine Bedeutung als Mahnmal verlieren würde. Einige der Protestierenden forderten sogar: „Alf aufs Eck“. Begründung: Im Gegensatz zu Wilhelm stünde der pelzige Fernseh-Außerirdische für Frieden, Völkerverständigung und gute Laune. Wie man heute sehen kann, haben sich Wilhelms Anhänger durchgesetzt. Allerdings wurden zusätzlich zu dem Standbild auch drei Teile der Berliner Mauer aufgestellt.
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