Grenzlandstern, Kampfpanzer_T-34-85_NVA_Mödlareuth, CC BY-SA 4.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A9 und der A72.

Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth
Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth
Mödlareuth 13
95183 Töpen
info@museum-moedlareuth.de

+49 (0) 92 95/ 13 34

http://moedlareuth.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Freilichtmuseum_M%C3%B6dlareuth
erstellt:
21.04.2017
aktualisiert:
08.11.2023
Das kleine Dörfchen Mödlareuth ist bis heute eines der Wahrzeichen der Teilung Deutschlands. Bereits vor 200 Jahren wurden quer durch den Ort Grenzsteine gesetzt. Denn das Fürstentum Reuß und das Königreich Bayern wollten beide einen Teil des Dorfes. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde diese Grenze endgültig befestigt. Der östliche Teil des Dorfes ging an Thüringen. Der westliche Teil ging an Bayern. Als sichtbare Linie wurde ein Bach benutzt. Der Tannebach führt aber so wenig Wasser, dass er locker übersprungen werden kann. Nach dem zweiten Weltkrieg und dem Beginn des Mauerbaus der DDR wurde der Ort endgültig geteilt. Über 37 Jahre lang war es nicht mehr möglich auf legalem Weg von dem einem Ortsteil in den anderen zu gehen. Was sich als äußert schwierig erweisen sollte. Denn die Kneipe und Schule des Ortes befinden sich im Osten. Die Kirche allerdings im Westen. Die Grenze war im Dorf sogar so stark bewacht, dass weder ein Winken noch zurufen von Ost nach West erlaubt war. Auf der westlichen Seite wurde Mödlareuth als „Little Berlin“ berühmt. Tausende Besucher kamen mit Bussen, um die spezielle Situation des Ortes zu bestaunen. Nach der Wiedervereinigung von DDR und BRD setzten sich sowohl Bayern als auch Thüringen für ein Mahnmal der Grenze ein. Schnell wurde Mödlareuth als Standort ausgewählt. Heute ist im Ort deswegen das Deutsch-deutsche Museum. Die Grenzanlagen und Gebäude wurden zu einer begehbaren Gedenkstätte. Die Mauern, der Maschendraht und auch die Grenztürme konnten weitestgehend erhalten bleiben. Außerdem wurden manche der Gebäude so umgebaut, das Ausstellungen darin gezeigt werden können. So wurde aus dem gesamten Ort ein Museum. Und ein Denkmal an die Zeit, als Ost und West noch getrennt waren.

 

 

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