Jens Burkhardt-Plückhahn, Schwebender_Engel, CC BY-SA 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A19.
Der Schwebende im Dom der Barlachstadt Güstrow
Güstrow-Information
Franz - Parr - Platz 10
18273 Barlachstadt Güstrow
info@guestrow-tourismus.de
+49 (0) 38 43/ 68 10 23
http://www.guestrow-tourismus.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Schwebende
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https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Schwebende
erstellt:
24.07.2017
aktualisiert:
05.12.2023
Nackte Füße ragen aus einem schwerem Gewand mit scharf konturierten Falten, der Körper ist gestrafft. Die Arme sind vor der Brust gekreuzt, das Kinn energisch nach vorn gestreckt, der Bronzeengel hängt an Ketten und scheint zu fliegen. „Der Schwebende“ heißt die Plastik des Bildhauers, Schriftstellers und Zeichners Ernst Barlach. Er schuf den schwebenden Engel 1927 als Mahnmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges anlässlich der 700-Jahr-Feier des Güstrower Doms. Die Plastik war ein Gegenentwurf zu den damals üblichen heroischen Heldendenkmälern. 1937 diffamierten die Nazis Barlachs Werk als entartet. Der 250kg schwere Engel wurde aus dem Dom entfernt und eingeschmolzen. Der gesundheitlich angeschlagene Ernst Barlach starb 1938, aber das Gipsmodell seines Engels blieb erhalten. Freunde Barlachs ließen einen Nachguss machen und versteckten ihn während des Krieges in der Lüneburger Heide. Seit dem 8. März 1953 hängt Der Schwebende wieder im Güstrower Dom und erinnert an die Schrecken und das Leid, das die beiden Weltkriege über Deutschland und Europa gebracht haben. In den Worten des Künstlers: „Für mich hat während des Krieges die Zeit stillgestanden. Sie war in nichts anderes Irdisches einfügbar. Sie schwebte. Von diesem Gefühl wollte ich in dieser im Leeren schwebenden Schicksalsgestalt etwas wiedergeben.“
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