Steffen Zahn from Berlin, Germany, Stadtpfarrkirche_Deggendorf, CC BY 2.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A3.

Deggendorf
Tourist Information Altes Rathaus
Oberer Stadtplatz 1
94469 Deggendorf
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https://de.wikipedia.org/wiki/Deggendorf
erstellt:
25.12.2016
aktualisiert:
28.11.2022
Ein einziger, gezielt geworfener Knödel hat die Stadt Deggendorf einst vor feindlicher Eroberung bewahrt. Die Geschichte ereignete sich im Jahr 1266, als König Ottokar von Böhmen mit seinem Kriegsgefolge durch den Nortwald zog und die Oberpfalz und Niederbayern verwüstete. Die Stadt Deggendorf bot ihren Bürgern in dieser Zeit hinter Stadtgraben und einem doppelten Mauerring Schutz. Auch alle Bauern aus der Umgebung versteckten sich mitsamt ihren Tieren in Deggendorf. Als das Kriegsheer auf die Statdt vorrückte, bezog die Bürgerwehr Stellung auf den Stadtmauern, um ihre Heimat zu verteidigen. Die feindlichen Truppen begannen eine Belagerung der Stadt. Um die Männer auf der Mauer zu unterstützen, brachten die Frauen ihnen Essen. So vergingen mehrere Wochen. Irgendwann wurden die Lebensmittel immer knapper, die Wachen waren erschöpft. Die Feinde schickten einen Spion über die Stadtmauer, um die Lage auszukundschaften. Als der Spion über die Mauer schaute, erwartete er Männer, die ihn abwehren würden. Doch stattdessen traf ihn ein riesengroßer Knödel im Gesicht. Der Spion verlor den Halt und fiel in den Stadtgraben. Der Knödel kam von einer der Frauen, die ihn aus Vorratsresten geformt hatte. Sie wollte ihn zu ihrem Mann bringen, doch sie erkannte den Spion und handelte blitzschnell. Und das hat die Stadt gerettet. Der Spion berichtete seinem Herrn, dass die Bewohner noch so viel Essen hätten, dass sie damit werfen könnten. Kurz danach zogen die feindlichen Truppen ab. Die Tat wurde so berühmt, dass Deggendorf bis heute als Knödelstadt bekannt ist. In der Altstadt gibt es den Knödelbrunnen, der die mutige Knödelwerferin abbildet. Und im Stadtmuseum widmet sich eine Ausstellung den Knödeln. Heutzutage lebt die Stadt eher von der Textil- und Leichtmetallindustrie. Besonders mittelständische Unternehmen haben sich hier angesiedelt. Deggendorf ist in der Wirtschaft sogar so erfolgreich, dass sie den Preis als „Kommune des Jahres“ 2014 erhalten hat. Angst vor Belagerungen müssen die Bürger nicht mehr haben, einen guten Knödel lassen sie sich dennoch nicht entgehen.

 

 

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