Wettbewerb, Wiedehopf_vor_Rakete_(Bruthöhle)_in_Colbitz-Letzlinger_Heide, CC BY-SA 4.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A2.
Colbitz-Letzlinger Heide
Touristeninformation in Colbitz
Teichstraße 1
39326 Colbitz
info@heideinfo.de.de
+49 (0) 39 20 7/ 80 69 1
https://www.elbe-heide.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Colbitz-Letzlinger_Heide
Teichstraße 1
39326 Colbitz
info@heideinfo.de.de
+49 (0) 39 20 7/ 80 69 1
https://www.elbe-heide.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Colbitz-Letzlinger_Heide
erstellt:
02.11.2016
aktualisiert:
17.11.2023
„Panzer, haut ab! Die Heide will leben!“ So steht es auf Schildern und Transparenten, die Demonstranten im Spätsommer 1990 an der Colbitz-Letzlinger Heide in die Höhe halten. Die Worte gelten der Bundeswehr. Denn die will hier einen Truppenübungsplatz errichten. Das passt den Anwohnern gar nicht, obwohl – oder vielleicht auch gerade weil – die Heide bereits eine lange Tradition als Übungsplatz für das Militär hat. Schon die Wehrmacht hatte begonnen, hier Artillerie zu prüfen. Nach dem Zweiten Krieg waren oft sowjetische Streitkräfte hier. Und das bot sich an, ist die Colbitz-Letzlinger Heide doch ein Ort, an dem man gut für sich sein kann: Sie ist das größte unbewohnte Gebiet Deutschlands, dazu das größte zusammenhängende Heidegebiet Mitteleuropas, und erstreckt sich zwischen Altmark im Norden und Mittellandkanal im Süden, nahe Magdeburg. Nicht einmal landwirtschaftlich wird sie genutzt. Dafür leben hier Tiere und Pflanzen in unberührter Natur. Jahrhundertealten Eichen und Kiefern lassen sich besuchen, und Tiere wie die Glattnatter, der Wiedehopf, der Hirschkäfer und der Baumfalke sagen sich hier Gute Nacht. Ein abgeschiedener, aber friedlicher Ort – und das erklärte auch den Widerstand gegen die Pläne der Bundeswehr in den Neunzigern. Am Ende hat „die Truppe“ aber ihren Willen bekommen: bis heute steht in der Heide unter anderem ein Gefechtsübungszentrum. Doch die Anwohner gehen weiter dagegen vor. Für Touristen sei die Heide viel reizvoller als für Soldaten, sagen sie. Und das ist nicht von der Hand zu weisen.
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