Diego Delso, Castillo_Trausnitz,_Landshut,_Alemania,_2012-05-27,_DD_18, CC BY-SA 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A92.
Burg Trausnitz
Burg Trausnitz
Burg Trausnitz 168
84036 Landshut
burgverwaltung.landshut@bsv.bayern.de
0871 92411-0
https://www.burg-trausnitz.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Trausnitz
Burg Trausnitz 168
84036 Landshut
burgverwaltung.landshut@bsv.bayern.de
0871 92411-0
https://www.burg-trausnitz.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Trausnitz
erstellt:
04.07.2020
aktualisiert:
10.01.2024
Lange Zeit gab sich hier oben über Landshut die Prominenz aus Politik und Unterhaltung die schweren Klinken der Burgtüren in die Hand. Kaiser, Könige und Minnesänger waren zu Gast auf der Burg Trausnitz. Walther von der Vogelweide und der Thannhäuser sangen hier von Mut und Minne. Der legendäre Stauferkaiser Friedrich II., Enkel von Friedrich Barbarossa, dessen Reich von der Nordsee bis Sizilien reichte, ja, der sogar König von Jerusalem war, machte Station. Und Konradin, letzter Spross des staufischen Kaisergeschlechts, kam in Landshut zur Welt. Mit 15 Jahren versuchte er, gegen den Rat seiner Landshuter Verwandten, sein kaiserliches Erbe in Italien anzutreten. Nach einigen glänzenden Siegen erlitt er in Süditalien eine verheerende Niederlage und wurde 1268 hingerichtet. Die Burg Trausnitz war im Mittelalter eine der berühmtesten Burgen des Reiches. Wer hier herrschte, hatte Macht und Geld. Die drei reichen Herzöge von Niederbayern waren sogar so mächtig, dass sie nicht nur Partner von Königen waren, sie konnten es sich sogar leisten, ihnen die Frauen auszuspannen. Folgen bis heute hat das Werben von Herzog Georg um die polnische Königstochter Hedwig. Im November 1475 heiratete Georg die schöne Prinzessin in Landshut. Das Fest war legendär. Noch heute wird es alle vier Jahre in Landshut nachgefeiert. Die „Landshuter Hochzeit 1475“ ist das größte historische Fest in ganz Europa. Die Bedeutung der Burg Trausnitz zeigt sich auch in ihrer Baugeschichte. Ursprünglich zum Schutz der Isarbrücke gebaut, wurde sie bald auch ein repräsentativer Bau. So wurde im 16. Jahrhundert die Burg völlig neu im Stil der italienischen Renaissance gestaltet. Es entstanden die doppelstöckigen Laubengänge und der Anbau mit der „Narrentreppe“.
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