Thomas Henkel Hen.th, BurgStolpen, CC BY-SA 2.0 de
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A4.
Burg Stolpen
Burg Stolpen
Schloßstraße 10
01833 Stolpen
stolpen@schloesserland-sachsen.de
+49 (0) 3 59 73/ 23 41 0
http://www.burg-stolpen.org
https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Stolpen
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stolpen@schloesserland-sachsen.de
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https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Stolpen
erstellt:
04.01.2017
aktualisiert:
15.11.2023
Weithin sichtbar thront auf einem Basaltfelsen die imposante Burg Stolpen. Sie wurde bereits im 13. Jahrhundert errichtet und diente in ihrer langen Geschichte als Bischofssitz, Festung und Garnison. Ihre Berühmtheit verdankt sie vor allem dem Schicksal ihrer bekanntesten Bewohnerin, der Gräfin Anna Constantia von Cosel. Diese lebte fast ein halbes Jahrhundert als Gefangene des sächsischen Kurfürsten August des Starken hinter den mächtigen Festungsmauern. Eine clevere und bildschöne Frau soll sie gewesen sein. August der Starke war, als er sie das erste Mal sah, sofort von ihrer Schönheit eingenommen. Er machte sie zu seiner Mätresse, schenkte ihr ein Schloss in Pillnitz und ließ für sie das Taschenbergpalais in Dresden errichten. Außerdem gab er ihr schriftlich ein geheimes Eheversprechen, falls seine Gemahlin einmal sterben sollte. Dieses Papier sollte der Gräfin zum Verhängnis werden. Denn nach zehn Jahren, in denen sie eine der mächtigsten Frauen am sächsischen Hof war, fiel sie in Ungnade. August der Starke wandte sich einer anderen Dame zu und verlangte das Geheimdokument zurück. Als die Gräfin die Herausgabe verweigerte, wurde sie verhaftet und auf die Burg Stolpen verbannt. Sie sollte die Festung nie wieder verlassen und starb dort im hochbetagten Alter von fast 85 Jahren im Jahre 1795. An den Mythos der Gräfin Cosel erinnert heute eine Dauerausstellung in der Veste Stolpen. Hier können Besucher im Johannis- bzw. Coselturm die ehemaligen Wohnräume von Sachsens berühmtester Mätresse besichtigen. In einem der vier Innenhöfe der Burg befindet sich auch der tiefste Basaltbrunnen der Welt. Um die Wasserversorgung der Festung zu sichern, wurde im 17. Jahrhundert mit dem Bau des Brunnens begonnen. Weil die Burg jedoch auf dem sehr harten Vulkangestein steht, war dies ein sehr aufwendiges Unterfangen. In mühevoller Arbeit gruben sich erfahrene Freiberger Bergleute mehr als zwanzig Jahre durch den Fels, bis sie in einer Tiefe von 85 Metern endlich auf Wasser stießen. Zum alljährlichen Burghof-Fest können Besucher erleben, wie in alten Zeiten mithilfe einer Winde das Stolpener Brunnenwasser nach oben befördert wurde.
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