Matthias Süßen, Burg_Pyrmont-msu-2021-1416-, CC BY-SA 4.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A48.
Burg Pyrmont
Burg Pyrmont
56754 Roes
info@burg-pyrmont.de
+49 (0)2672 - 2345
https://burg-pyrmont.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Pyrmont
56754 Roes
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+49 (0)2672 - 2345
https://burg-pyrmont.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Pyrmont
erstellt:
30.09.2020
aktualisiert:
23.10.2023
Im Tal des Elzbaches, an der Straße zwischen Roes und Pillig, liegt die Burg Pyrmont. Über dem Wohnbau mit seinen rundum laufenden Zacken ragt der 25 Meter hohe Bergfried auf. Von dort hat man eine wunderschöne Aussicht über das Maifeld. Kuno I. von Schönberg soll die Festung Ende des 12. Jahrhunderts erbaut haben. Eine erste Blütezeit erlebte sie im 15. Jahrhundert unter der Regentschaft Heinrichs von Pyrmont, eines Reichsfreiherren unter Kaiser Maximilian. 1712 erwarb Waldbott von Bassenheim die Anlage. Er verwandelte die wehrhafte Burg in ein wohnliches Schloss. Eine Generation später vertrieb die Französische Revolution die Burgherren. Sie wichen auf andere Besitztümer rechts des Rheins aus. Die Burg wurde verkauft, schließlich als Steinbruch missbraucht und verfiel. Ein geheimnisvolles Kapitel begann im Jahr 1902: Ein gewisser Kapitän Scharmberg kaufte die Burg und lebte im Verlies des Burgfrieds als Einsiedler. Nach zehn Jahren gab er die selbst auferlegte Einsamkeit auf und verkaufte die Ruine an die Architektenfamilie Krause. Diese bemühte sich jahrzehntelang um den Erhalt der Burgreste. Doch erst 1962 wurde die Festung durch die Architekten Hentrich und Petschnigg aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt. Das Duo begann mit einem behutsamen Wiederaufbau, die alten Strukturen blieben erhalten. In Anlehnung an die Vorgaben Waldbott von Bassenheims wurde der repräsentative, wohnliche Charakter wiederhergestellt. Wer die Burg besucht, soll sich nicht als Museumsgast fühlen. Nach einer einführenden Videoschau dürfen die Gäste ohne Beschränkung durch die Zimmer wandern, die mit Möbeln und Bildern gemütlich hergerichtet sind. Waffen und Geräte aus dem Mittelalter sowie Antiquitäten aus den folgenden Jahrhunderten sorgen für ein historisches Ambiente. Gruppen können die Burg für mittelalterliche Ritteressen, Firmenfeste oder Tagungen mieten. Wer will, kann auch seine Hochzeit hier feiern.
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