gesoe62, Burg_Nanstein_"von_oben"_-_panoramio, CC BY-SA 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A6.
Burg Nanstein
Schlossruine Nanstein
66849 Landstuhl
bsa@gdke.rlp.de
+49 (0) 63 71/ 1 30 00 12
http://www.burgen-rlp.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Nanstein
66849 Landstuhl
bsa@gdke.rlp.de
+49 (0) 63 71/ 1 30 00 12
http://www.burgen-rlp.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Nanstein
erstellt:
20.01.2017
aktualisiert:
19.10.2023
Einer der bekanntesten deutschen Kaiser, Friedrich „Rotbart“ Barbarossa, erbaute im 12. Jahrhundert Burg Nanstein. Die Anlage sollte zur Sicherung einer wichtigen Handels- und Heerstraße dienen, die von Metz über Kaiserslautern bis zum Rhein führte. Auf der Burg hatte zunächst nur ein Verwaltungsbeamter samt Gefolge seinen Sitz. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Burg aber von immer mehr Besitzern geteilt. Die Wohnräume mussten deshalb immer weiter ausgebaut werden. Anfang des 16. Jahrhunderts gelang es dann Franz von Sickingen, alleiniger Besitzer der Festung zu werden. Er hat nach und nach alle Anteile erworben. Danach hat er begonnen, die Burg zu befestigen und erweiterte sie um zahlreiche Neubauten. Es ist das „Große Rondell“ entstanden, einer der stärksten Geschütztürme jener Zeit. Weil er für den Evangelismus Luthers eingetreten ist, zog Franz die Feindschaft vieler Fürsten auf sich. Nachdem er Landstuhl zur ersten evangelischen Gemeinde der Pfalz gemacht hatte, belagerte er Trier um der neuen Religion mehr Raum zu schaffen. Ein erfolgloses und folgenschweres Unterfangen. Denn nun gingen ausgerechnet Ludwig „der Friedfertige“ von der Pfalz und Landgraf Philipp „der Großmütige“ von Hessen ihrerseits zum Angriff über. 1523 belagerten sie Franz. Burg Nanstein wurde Tag und Nacht mit 70 Geschützen beschossen. Täglich sollen bis zu 600 Kanonenschüsse abgefeuert worden sein. Franz von Sickingen hatte die Festung für uneinnehmbar gehalten, jetzt hat er sie binnen weniger Tag in Trümmern versinken sehen. Er selbst hat durch herabstürzenden Schutt schwere Verletzungen erlitten. Noch heute kann man das Gewölbe besichtigen, wo Franz zusammengebrochen ist. Er musste kapitulieren und verstarb kurz darauf. Seine Söhne und Enkel bauten Nanstein noch größer und schöner wieder auf. Erst 1689 wurde die Anlage durch französische Truppen endgültig zerstört. Eine Besichtigung lohnt sich dennoch. Denn Nanstein zeigt, wie weit die Menschen für neue Wege und Ansichten gegangen sind.
« zurück zur Startseite Reisen