Achim Berg 09:22, 19 September 2007 (UTC), Kastellaun_Burg01, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A61.

Burg Kastellaun
Burg Kastellaun
Schlossstraße 13
56288 Kastellaun
museum@kastellaun.de

06762 407214

http://www.kastellaun.de/burg
https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Kastellaun
erstellt:
19.06.2020
aktualisiert:
31.01.2024
Burg Kastellaun ist Schauplatz von Freilufttheater-Aufführungen, hat eine Gaststätte und ein Museum nahebei und ist ein Ausflugsziel in der Region Hunsrück in der Pfalz. Nach Ihrer Zerstörung im 17. Jahrhundert war die Burg lange Zeit eine Ruine und wurde erst viel später saniert und neu aufgebaut. Die eingebrochenen Burgteile erinnern an die abwechslungsreiche und bewegte Geschichte der Region. Grund dafür waren territoriale Auseinandersetzungen in ganz Europa. Während die Burg seit ihrer Errichtung im 13. Jahrhundert über 350 Jahre unversehrt bliebt, konnte sie den Krieg von Frankreich gegen eine Allianz aus England, den Niederlanden, Spanien, der damaligen Region Savoyen und dem römischen Reich Ende des 17. Jahrhunderts nicht überstehen. Im Jahr 1689 sprengten französische Truppen die Burg Kastellaun. Die Sprengung gelang aber nicht komplett und es blieben Teile erhalten, wie zum Beispiel der Pulverturm. Die Sprengung war Teil einer bewegten und komplizierten territorialen Auseinandersetzung, die Historiker später unter anderem den „Krieg der Großen Allianz“ bezeichneten. Verschiedene Länder im heutigen Europa verbündeten sich gegen das zur Großmacht aufstrebende Frankreich unter Ludwig XIV. Dagegen wehrte sich Frankreich und verwüstete unter anderem Städte und Burgen in der Pfalz und in Südwestdeutschland. Nach der Sprengung wurde die Burg zur Ruine. Erst zu Beginn der 1990er Jahre sanierte die Stadt Kastellaun das Gebäude. Burg Kastellaun ist nicht nur ein Denkmal der kriegerischen Auseinandersetzungen in dieser Region um 1700, sondern auch neuerer internationaler und deutscher Geschichte. Die Unterburg beherbergt nämlich heute das „Haus der regionalen Geschichte“, ein Museum mit Wissenswertem aus der Region Hunsrück. Die Dauerausstellung zeigt anhand von vier thematischen Schwerpunkten den Wandel der Region: von der Zeit der Kelten um 500 vor Christus über die Römer, das Mittelalter bis in die Zeit des Kalten Krieges. Gezeigt werden zum größten Teil Originalfunde aus der Region, teilweise auch Rekonstruktionen bedeutender kulturhistorischer Objekte.

 

 

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