de:user:Wikibine, BurgGreifenstein, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A45.

Burg Greifenstein Glockenwelt
Glockenwelt Burg Greifenstein
Talstraße 19
35753 Greifenstein
verein@burg-greifenstein.net

(0 64 49) 64 60

https://www.burg-greifenstein.net/
https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Greifenstein_(Greifenstein)
erstellt:
26.09.2020
aktualisiert:
03.11.2023
Immer wieder sonntags kommt auch auf der Burg Greifenstein die Erinnerung. Allerdings spielt dort niemand die Bouzouki. Ritter gehen mit Schild und Lanze aufeinander los. Die Ritterkämpfe lassen die bewegte Vergangenheit der Burg lebendig werden. Über die Anfänge der Burg hoch über dem Dilltal ist wenig bekannt. Erst 1160 taucht der Greifensteiner Dynast Meribodo aus dem Dunkel der Vergangenheit auf. In den folgenden Jahren erwies sich sehr rasch, dass die Lage der Burg ihr eigentliches Kapital war. Greifenstein lag an der Kölner Heerstraße, was der Burg und ihrer Herrschaft eine enorme handelspolitische Macht verlieh. Um diese Macht wurde fast 200 Jahre lang verbittert gerungen. Erst 1396 herrschten klare Verhältnisse. Doch durch die ewigen Kämpfe war der Kölner Heer- und Handelsweg fast verödet und somit wertlos geworden. Das hatte auch Konsequenzen für die Burg. Sie wurde 200 Jahre lang nur von Amtmännern verwaltet. 1602 änderte sich das. Greifenstein fiel Graf Wilhelm I. zu. Der baute Greifenstein zu einer fast uneinnehmbaren Festung aus. Dank dieser klugen Vorsichtsmaßnahmen überstand die Burg den Dreißigjährigen Krieg unbeschadet. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm sich der Greifenstein-Verein der Burg an und sanierte sie. Die Burg ist schon von der A45 aus gut zu sehen. Hoch über dem Dilltal gelegen, bietet sie einen herrlichen Panoramablick. Markant ist der imposante Doppelturm. Es gibt einen Rundweg um die Burg herum, einen Kräutergarten und zahlreiche Wanderwege. Im Glockenmuseum kann man 41 Glocken aus neun Jahrhunderten selbst anschlagen. Die Barockkirche auf dem Burggelände gehört durch ihren gotischen Unterbau zu den wenigen Doppelkirchen Deutschlands. Das Greifenstein-Museum im Torhaus erzählt von der bewegten Geschichte der Burg.

 

 

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