Corradox, Burg_Dinklage_NW, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A1.

Burg Dinklage
Benediktinerinnenabtei St. Scholastika
Kloster Burg Dinklage
Burgallee 3
49413 Dinklage
abtei@abteiburgdinklage.de

+49 (0) 44 43/ 51 30

http://www.abteiburgdinklage.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Burg_Dinklage
erstellt:
01.11.2016
aktualisiert:
22.11.2023
Die Burg Dinklage im Oldenburger Münsterland hat schon einige Jahrhunderte auf dem Buckel. Doch bevor die alte Burg zur Burg Dinklage wurde, hat es gedauert. Zerstört im Jahre 1372 als Ferdinandsburg, erbauten die vier Erben von Friedrich von Dinklage trotz Verbots vier neue Burgen auf der Fläche. Doch weitere 200 Jahre hat nur die Dietrichsburg – die heutige Burg Dinklage – „überlebt“. Nach Erbschaftsstreitereien und finanziellen Problemen hat die Familie Dinklage die Burg schließlich verkauft, der Name aber blieb. Doch die Burg hat nicht nur Aufregendes erlebt, sondern auch historische und politische Persönlichkeiten hervorgebracht. Clemens August Kardinal Graf von Galen wurde 1878 in Dinklage geboren. Bekannt wurde er während des Zweiten Weltkriegs: Er stellte sich offen in seinen Predigten gegen den Mord an altersschwachen und behinderten Menschen und legte sich mit den Nationalsozialisten an. Mit Erfolg: Die Erwachseneneuthanasie wurde kurzzeitig eingestellt. Ein Neffe des Kardinals übertrug 1949 die Rechte der Burg an Benediktinerinnen, um so im Sinne des Kardinals zu handeln. Heute ist Burg Dinklage also ein Kloster, das auch schon für Schlagzeilen gesorgt hat. Denn nicht nur der Kardinal war mutig, sondern auch die Benediktinerinnen des Klosters. Als 1997 eine ukrainische Familie abgeschoben werden sollte, haben die Benediktinerinnen mit einem Sitzstreik ein starkes Protestzeichen gesetzt und die Abschiebung dadurch verhindert. Mal sehen, was in den nächsten 700 Jahren so passiert.

 

 

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