Memorino, Georg-Elser-Museum_Königsbronn, CC BY 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A7.

Brenzursprung Königsbronn Heimat von Georg Elser
Gemeinde Königsbronn
Herwartstraße 2
89551 Königsbronn
rathaus@koenigsbronn.de

+49 (0) 73 28/ 96 25 0

https://www.koenigsbronn.de
https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigsbronn
erstellt:
09.03.2017
aktualisiert:
16.03.2023
Die Gemeinde Königsbronn liegt im Tal der Brenz und ist umgeben von ihren Hausfelsen Herwartstein, Herrenstein und Frauenstein. Am Fuß des Herwartsteins befindet sich der Brenzursprung, der auch als Brenztopf bezeichnet wird. Dies ist eine große Karstquelle, aus deren abfließenden Wassern sich der Donauzufluss Brenz speist. Seit dem Jahr 1303 stand ganz in der Nähe der Quelle das Zisterzienserkloster Königsbronn. Davon sind heute leider nur noch Ruinen zu sehen, da es im Schmalkaldischen Krieg zerstört wurde. Sein Name jedoch überdauerte und ging auf die Siedlung über. Nicht weit vom Brenzursprung befindet sich auch das schöne Rathaus im Rokokostil, dessen ursprüngliche Besitzer der Pächter des hiesigen Eisenwerks war. Die Verhüttung von Erz und die Verarbeitung der Eisenwaren waren für die Entwicklung der Gemeinde von großer Bedeutung und noch heute finden sich in Königsbronn mehrere liebevoll restaurierte Zeugnisse der Industriegeschichte. Hierzu zählen das Masselhäuschen unterhalb des Schmiedefelsens oder der historische Flammofen der schwäbischen Hüttenwerke, die als der älteste Industriebetrieb Deutschlands gelten. In einem Atemzug mit dem Namen Königsbronn wird häufig auch der Name Georg Elser genannt, der für das Attentat auf Adolf Hitler am 8. November 1939 verantwortlich war. Elser wurde nicht in Königsbronn geboren, wuchs aber in der Gemeinde auf und plante von hier aus seinen Anschlag im Münchener Bürgerbräukeller. Das Attentat schlug bekanntlich fehl – dreizehn Minuten bevor Elsers Bombe explodierte, hatte Hitler den Raum verlassen. Elser wurde verhaftet und am 9. April 1945 im Konzentrationslager Dachau hingerichtet. In Königsbronn erinnert an ihn ein kleines Museum und seit 2010 steht eine Statue von ihm am Bahnhof, von dem er einst nach München fuhr.

 

 

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