Gomera-b, Bogenberg_von_Sand_(1), CC BY-SA 3.0



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Bogenberg
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https://de.wikipedia.org/wiki/Bogenberg_(Berg)
erstellt:
25.12.2016
aktualisiert:
23.05.2023
Schon seit mehr als 500 Jahren pilgern Wallfahrer zu Pfingsten zum Bogenberg. Der Grund ist ein Gelübde, das die Bevölkerung von Holzkirchen im Jahre 1462 ablegte. Aus Furcht vor Hagelstürmen und dem Borkenkäfer versprachen die Menschen damals, jedes Jahr einen gerade gewachsenen Fichtenstamm mit rotem Wachs zu umwickeln und in einer Dankwallfahrt der Muttergottes auf dem Bogenberg zu opfern. Bis heute wird die „Wallfahrt mit der langen Stang” mit großem Ernst durchgeführt. Immer am Pfingstsonntag wird eine 13 Meter lange, kerzenähnliche Fichtenstange durch das festlich geschmückte Bogen den steilen Weg zur Kirche hinaufgetragen. Von der Vergangenheit des Wallfahrtsortes erzählen die so genannten Mirakelbücher: Im 17. Und 18. Jahrhundert war die Anfertigung solcher Werke üblich, um den Ruf einer heiligen Stätte möglichst weit zu verbreiten. In Bogenberg wurde ein solches Buch das erste Mal im Jahre 1602 verfasst, Autor war der Abt Christof Glöckler. Er beschrieb vor allem Wunder, die sich im Umfeld der Wallfahrtskirche zugetragen hatten. Zum Beispiel enthält sein Werk die Geschichte von Maria, der Frau von Hans Ostner. 15 Wochen hatte sie unter großen Schmerzen am Fuß gelitten, schließlich war er „ihr aufgeschwollen, so groß wie ein Melkschaff”. Laut Abt Glöckler wurde die Kranke geheilt, nachdem sie versprochen hatte, mit einem wächsernen Fuß nach Bogenberg zu pilgern: „Zuhand hat der Schmerz nachgelassen, alle Geschwulst sich gesetzt, und ist ihr der Fuß sauber zugeheilt. Geschehen um Ostern des Jahres 1590”. Spätere Wallfahrtsbücher enthielten neben solchen Wunderbeschreibungen auch Liedtexte und Gebete.

 

 

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