Florian Schott, BlautopfKloster, CC BY-SA 4.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf .

Blautopf Blaubeuren
erstellt:
27.01.2021
aktualisiert:
25.04.2024
Fast ist es, als wäre man an der Adria. Kristallklares Wasser mit einer hellblauen Färbung und das mitten in Baden-Württemberg. Der Blautopf, eine Quelle im Ort Blaubeuren, wird seinem Namen gerecht, denn er ist genau das, was er verspricht: Ein Topf voll von blauem Wasser. Oder zumindest so ähnlich. Woher das Wasser der sogenannten Karstquelle kommt, war lange Zeit ungeklärt, denn es gibt keinen überirdischen Zufluss. Erst 1985 entdeckten Taucher in 22 Meter Tiefe einen Eingang zu einer Höhle. Es sollte der Anfang einer langen Forschungsgeschichte sein, die auch heute noch nicht abgeschlossen ist. Denn das unterirdische Höhlensystem, das den Blautopf mit seinem Wasser beliefert, ist weitverzweigter als man anfangs angenommen hatte. Es ist sogar das größte der Schwäbischen Alb. Aber nicht nur das Blautopf-Höhlensystem fasziniert die Menschen, auch der Blautopf selbst ist seit jeher Ort der Faszination. Viele Kunstschaffende, darunter auch der berühmte Lyriker Eduard Mörike, erzählten sich Geschichten über die Quelle. Bodenlos wäre der Blautopf, voll von Wasserwesen und jeden Abend würde ein Fass voll Tinte in ihn geschüttet werden, weswegen die Quelle so blau sei. In Anlehnung an Mörikes Geschichte steht unweit des Sees auch eine Frauenstatue aus Stein, die als „die schöne Lau“ bezeichnet wird. Und auch, wenn der Boden des Blautopfes inzwischen gefunden ist, die Wasserwesen wahrscheinlich doch nicht existieren und die blaue Farbe wissenschaftlich erklärt werden kann – ein Ort der Magie bleibt die Quelle trotzdem.

 

 

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