Dieter rogge, Binger_Mäuseturm_2015_(cropped),
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A60 und der A61.
Binger Mäuseturm im Welterbe Oberes Mittelrheintal
Tourist-Information Bingen
Rheinkai 21
55411 Bingen am Rhein
tourist-information@bingen.de
06721-184 205
https://de.wikipedia.org/wiki/Binger_M%C3%A4useturm
Rheinkai 21
55411 Bingen am Rhein
tourist-information@bingen.de
06721-184 205
https://de.wikipedia.org/wiki/Binger_M%C3%A4useturm
erstellt:
17.06.2020
aktualisiert:
24.10.2023
Wer bei Bingen die Autobahn verlässt, der steht direkt am Eingang zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal (siehe Seite 63). Wer den Bingener Wald erwandert, wird mit herrlichen Blicken auf Rhein und Nahe belohnt. Wer sich am Rhein orientiert, kann sumpfige Wiesen und knorrige Weiden in den Rheinauen und Rheinkrippen entdecken. Als drittes prägt die Kulturlandschaft des Weinbaus diese Gegend, Reben über Reben, wohin das Auge sieht. Bingen selbst entdeckt man auch bei einem kurzen Aufenthalt schnell für sich. Wer sich zwei Stunden Zeit nehmen möchte, kann mit Hilfe des kleinen Stadtführers „Auf den Spuren der roten Maus“ beinahe alle Sehenswürdigkeiten erleben. In jedem Fall sollte man zur Burg Klopp, einer Oase der Ruhe inmitten der Stadt. Hier lohnt sich ein Besuch des Heimatmuseums oder ein Blick in den 53 Meter tiefen Burgbrunnen. Vor allem anderen sollte man aber den herrlichen Blick auf die Stadt, die Nahemündung und die Rebhänge des gegenüberliegenden Rheingaus genießen. Deutlich zu sehen ist auch die Ruine Ehrenfels mit dem Mäuseturm. Die Legende erzählt, dass der hartherzige und geizige Bischof Hatto die hungernde Bevölkerung in eine Scheune treiben ließ, nachdem sie ihn um Brot und Korn angefleht hatte. Die Scheune ließ er anzünden und als das Wehgeschrei der Menschen zu ihm und seinen Zechkumpanen vordrang, spottete er „Hört ihr, wie die Mäuse pfeifen?“. Als habe er damit einen Fluch auf sich gelenkt, kamen hunderte von Mäusen und griffen ihn an. Auch seine Flucht in den Turm der Festung Ehrenfels rettete ihn nicht vor dieser Plage. Wo er vor den Menschen sicher gewesen wäre, fanden die Mäuse Ritzen und Löcher, durch die sie ihn verfolgen konnten. Seitdem spricht man vom „Mäuseturm“, in dem der Bischof seine furchtbare Strafe erhielt.
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