SchiDD, Bergbahn-Lichtenhain6, CC BY-SA 4.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A71.

Bergbahn im Schwarzatal
erstellt:
21.06.2020
aktualisiert:
09.11.2023
Wer das Schwarzatal besuchen will, der lässt am besten sein Auto stehen und steigt um in die Schwarzatalbahn. Ihr Weg führt von Rottenbach aus dem Rinnetal ins Tal der Schwarza. Es geht vorbei an der Schwarzburg, über die der Dichter Ludwig Storch einmal gesagt hat: „Was die Wartburg für die nordwestliche, das ist die Schwarzburg für die nordöstliche Hälfte des Thüringer Waldes, jene wie diese die reizend gelegene, viel besuchte Wiege eines noch blühenden Fürstengeschlechts, aber in ihrem landschaftlichen Charakter sehr verschieden.“ Weiter geht die Fahrt nach Obstfelderschmiede. Diese Haltestelle liegt etwa in der Mitte der Strecke und ist die Talstation der Oberweißbacher Bergbahn und der Flachstrecke von der Bergstation Lichtenhain nach Cursdorf. Die Bergbahn verbindet die Schwarzatalbahn mit der Hochebene um Oberweißbach. Die Fahrt mit der Oberweißbacher Bergbahn sollte man sich nicht entgehen lassen. Sie ist ein Erlebnis. Es handelt sich nämlich um eine Standseilbahn. Das heißt, die Wagen werden mit einem Seil den Berg hinaufgezogen. Um möglichst viel Energie zu sparen, fährt gleichzeitig ein zweiter Wagen bergab, der als Gegengewicht funktioniert und den ersten Wagen dabei mit dem Seil bergauf zieht. Die Antriebsmotoren in der Bergstation müssen nur die Differenz der Leistung zwischen den beiden Wagen erbringen. Solche Bahnen sind eine Seltenheit, berühmt ist zum Beispiel in Heidelberg die Molkenkurbahn & Königstuhlbahn. Das Besondere an der Oberweißbacher Bergbahn aber ist, dass hier noch ein normalspuriger Eisenbahnwagen „huckepack“ auf einem Spezialwagen mitfahren kann. Das ist einmalig und die Oberweißbacher Bergbahn ist deshalb höchst offiziell Teil der Eisenbahnstrecke.

 

 

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