M. Zmrzly, Pöhlberg_08.09, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A72.

Berg- und Adam-Ries-Stadt Annaberg-Buchholz
Tourist-Information (BGA)
Buchholzer Straße 2
09456 Annaberg-Buchholz
tourist-info@annaberg-buchholz.de

03733 19433

https://www.annaberg-buchholz.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Annaberg-Buchholz
erstellt:
01.07.2020
aktualisiert:
06.03.2024
Annaberg-Buchholz ist nach Freiberg mit etwa 20.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Erzgebirges. Der Schreckenberg in der Nähe hat historische Bedeutung für die Stadt. 1491 stieß man hier auf einen Silbergang. Das war der Ausgangspunkt für die Stadtgründung. 1498 erhielt Annaberg das Prägerecht für die Münzen der Wettiner. In der darauf geschaffenen Münzstätte prägte man kurzzeitig vor allem den  Schreckenberger , ein Zahlungsmittel im Heiligen Römischen Reich. Aus dieser Zeit stammt wahrscheinlich auch der Ausspruch: “Bist ein reicher Annaberger, hast den Sack voll Schreckenberger” .  Die intensive Bergbautätigkeit im 15. und 16. Jahrhundert prägte das Städtchen. Der Bergbau führte zu einem starken Zuzug von Bergleuten und einer raschen Vergrößerung der Einwohnerzahl. 1495 begann man in einem Klostergebiet, unterhalb von Annaberg, eine weitere Bergbausiedlung anzulegen, die spätere Stadt Buchholz. 1945 sind Annaberg und Buchholz unter sowjetischer Entscheidungsgewalt zusammengeführt worden. Etwa 1522 zog es Adam Ries nach Annaberg, der hier bis zu seinem Lebensende als Rechenmeister und Bergbeamter tätig war. Mit seinen drei Rechenbüchern, seinem Grundwerk der Algebra, und mit seiner Rechenschule verstand er es, Mathematik nahe zu bringen. Das original erhaltene über 500 Jahre alte Silberbergwerk aus der Zeit der Stadtgründung wurde erst 1992 wiederentdeckt und 1995 als Besucherbergwerk eröffnet. Annaberg-Buchholz fühlt sich als Berg- und Adam-Ries-Stadt besonders der Bildung verpflichtet. Heute ist die Stadt dank zahlreicher Initiativen und Schulen ein Bildungsstandort. Die Altstadt von Annaberg ist seit 2019 UNESCO-Welterbe.

 

 

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