KW2506, Befreiungshalle_Kelheim_Aussenansicht, CC BY-SA 4.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A93.

Befreiungshalle Kelheim
Befreiungshalle Kelheim
Befreiungshallestraße 3
93309 Kelheim
befreiungshalle.kelheim@bsv.bayern.de

09441 68207-0

https://www.schloesser.bayern.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Befreiungshalle
erstellt:
04.07.2020
aktualisiert:
10.01.2024
Wer von Osten her auf Kelheim zufährt, sieht schon von weitem ein monumentales Gebäude aufragen. Hoch über den Dächern der Stadt, auf dem Michaelsberg, thront die Befreiungshalle. König Ludwig I. von Bayern ließ den massigen Rundbau als Gedenkstätte für die siegreichen Schlachten gegen Napoleon (1813 bis 1815) errichten. Die Halle war nur einer von mehreren Monumentalbauten, mit denen Ludwig an das Selbstbewusstsein der Deutschen appellierte. Sein Wunsch war es, eine Einigung der damals selbständigen deutschen Gebiete zu erreichen. Auch Ludwigs „Walhalla“ in Donaustauf, eine Ruhmeshalle deutschsprachiger Persönlichkeiten, wurde vor diesem Hintergrund erbaut. Die Befreiungshalle wurde im antiken Stil von dem Architekten Friedrich Gärtner entworfen. Schon die Grundsteinlegung des Gebäudes im Jahr 1842 war ein Spektakel. Der König samt Hofgesellschaft kam angereist, ganz Kelheim war festlich geschmückt. Nach Gärtners Tod übernahm 1847 der klassizistische Baumeister Leo von Klenze die Regie. Er veränderte die Entwürfe so stark, dass die bereits gefertigten Bauteile nicht mehr passten. Kostbare Marmorsäulen, die man mühsam aus den Steinbrüchen in Carrara herangeschafft hatte, blieben unbenutzt am Donauufer liegen. Am 18. Oktober 1863, dem 50. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig, konnte der Bau dann doch noch eingeweiht werden. Die Halle hat einen Durchmesser von 60 Metern und ist 45 Meter hoch. Das Eingangstor misst sieben Meter. Die Wände sind mit buntem Marmor verkleidet. In Mauernischen stehen 34 Siegesgöttinnen. Sie stützen 17 vergoldete Schilde aus der Bronze eingeschmolzener Geschütze. An der Außenfassade symbolisieren 18 Kolossalstatuen die deutschen Volksstämme.

 

 

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