Matthias Süß, Oberpfälzer_Jura_(Kallmünz), CC BY-SA 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A3, der A6 und der A93.
Bayerischer Jura
erstellt:
28.11.2016
aktualisiert:
16.05.2023
Zwischen den Städten Nürnberg, Regensburg und Landshut erstreckt sich das Bayerische Jura. Vor 150 Millionen Jahren befand sich an dieser Stelle eine tropische Insel-, Riff-, und Lagunenlandschaft. Versteinerte Funde zeigen die Gestalt der Fischsaurier und Krokodile, der Korallenfische und Krebse, die sich damals im Wasser tummelten. Die Luft war von Insekten und Flugsauriern bevölkert. Auch ein Fossil des bisher nur in sieben Exemplaren bekannten Urvogels Archaeopteryx wurde dort gefunden. Heute ist das Gesicht der Landschaft von sanft gewellten Hochebenen und Kalksteinriffen geprägt. Mittendurch fließen Altmühl, Donau und auch die Schwarze und die Weiße Laaber. Durch Menschenhand entstand vor über 150 Jahren der Ludwig-Donau-Main-Kanal. Heute ist seine Uferregion ein Biotop, das von Wanderwegen durchzogen ist. Der mächtigere Main-Donau-Kanal ist vor allem bei Radlern beliebt. Wer's gemütlich liebt, schippert auf einem Ausflugsschiff über Main oder Donau. Abenteuerlustigen ist der Besuch einer Tropfsteinhöhle zu empfehlen, etwa in der König-Otto-Tropfsteinhöhle bei Velburg oder der Maximiliansgrotte bei Auerbach. Auf den Hügeln sieht man Burgen und Klöster aufragen. Sie erinnern an die mächtigen Adelsgeschlechter, die einst in der Region heimisch waren. Besonderen Einfluss besaßen die Wittelsbacher, die seit dem 12. Jahrhundert das Herzogtum Bayern regierten. Bedeutende Handelswege, wie zum Beispiel die „Goldstraße", brachten Wohlstand ins Bayerische Jura.
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