RudolfSimon, Baumkronenpfad_-_Hainich_-_TreeTopWalk_above, CC BY-SA 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A38.
Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich
erstellt:
22.02.2021
aktualisiert:
04.09.2024
Einmal in den Wipfeln von einem Urwald wandeln, auf gleicher Höhe mit Fledermäusen, Vögeln und Insekten sein, dort den Wald beobachten, Tiere entdecken, das alles bietet der Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich. Urwald? Ja richtig. Der Wald, durch den der Pfad führt, ist als mitteleuropäischer Urwald klassifiziert und gehört zum UNESCO-Welterbe. Alte Buchenwälder, wie diesen, gibt es nicht mehr oft auf der Welt, denn sie werden von den Menschen zurückgedrängt. Aufgrund ihres seltenen Auftretens und ihrer Einzigartigkeit sind sie zur UNESCO-Welterbestätte geworden. Der Baumkronenpfad im Hainich bietet die Möglichkeit, diese seltene und schützenswerte Natur aktiv zu erleben. Und das auch noch aus einer anderen Perspektive. Der Pfad ist als Rundgang angelegt. Er ist eingeteilt in vier Abschnitte, bei denen man mehr über Fledermaus, Specht, Wildkatze und Schmetterling erfährt. Außerdem gibt es einen Aussichtsturm – „Baumturm“ genannt – bei dem sich aus 40 Meter Höhe ein Rundumblick auf den Wald genießen lässt. Die Universität Göttingen nutzt den Baumkronenpfad auch für geobotanische Baumkronenforschung. Nahebei sind der Nationalpark Hainich und ein Wildkatzenressort zu entdecken. Der Nationalpark liegt auf einem ehemaligen militärischen Sperrgebiet, das seit 1991 zur zivilen Nutzung freigegeben ist. Teile des Gebiets wurden nicht vom Militär betreten, so dass sich dort der Wald ungestört entwickeln konnte.
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